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Angekettet: Atomkraftgegner blockieren AKW Grohnde

Blockieren das Tor 1 des Atomkraftwerk in Grohnde: AKW-Gegner aus Niedersachsen und Thüringen. Foto: ube

 

Grohnde (ube). Aus Protest gegen den Einbau von plutoniumhaltigen Mox-Brennelementen haben am Sonntag Umweltaktivisten aus Südniedersachsen, Nordhessen und Thüringen die Hauptzufahrt zum Atomkraftwerk Grohnde blockiert. Sechs Demonstranten hatten sich angekettet. Feuerwehrleute aus Kirchohsen rückten mit schwerem Gerät an, Polizisten trugen die Frauen und Männer weg. Gegen zwölf Personen wurden Strafverfahren  eingeleitet. Vorwurf: Nötigung und Hausfriedensbruch.

 

Eilmeldung von 12.30 Uhr Uhr:

 

Grohnde (ube). Atomkraftgegner aus Niedersachsen und Thüringen blockieren seit 11.50 Uhr das Haupttor des Kernkraftwerks Grohnde. Zwei Demonstranten haben sich mit Bügelschlössern an einem Fass fixiert. 

Der linke Arm eines Mannes steckt in einem schweren Fass; drei Aktivisten haben sich mit massiven Fahrradschlössern aneinandergekettet. Insgesamt 13 Atomkraftgegner sitzen auf der Zufahrt und verhindern so den Schichtwechsel. Nach mehrfacher Aufforderung der Polizei, die Sitzblockade aufzulösen, hat die Feuerwehr Kirchohsen damit begonnen, die Fässer mit einem Werkzeug, das aussieht, wie ein riesiger Dosenöffner, zu knacken. Polizisten haben damit begonnen, die Demonstranten wegzutragen. Die Feuerwehr setzt schweres hydraulisches Gerät ein, knackt mit einer Rettungsschere die Bügelschlösser. Um 14.30 Uhr ist die Blockade aufgelöst worden.

Man protestiere gegen den Einbau der Mox-Brennelemente und ganz allgemein gegen die Atomkraft, setze sich zudem für die sofortige Abschaltung des Meilers ein, hieß es. Das Gemeinschaftskraftwerk Grohnde ist derzeit für eine Revision vom Netz.

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