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125 Jahre Esperanto – mehr als eine Sprache

Seit 25 Jahren gibt es auch in Hameln eine Esperanto-Gruppe: 25 Aktionen lautet das Feiermotto
Beim „Tag der Kulturen“ rund um die Marktkirche fand das Esperanto-Domino großen Anklang. Waltraut Brümmer und Klaus Brümmer informierten Interessierte.
Beim „Tag der Kulturen“ rund um die Marktkirche fand das Esperanto-Domino großen Anklang. Waltraut Brümmer und Klaus Brümmer informierten Interessierte.

Hameln. „25 Jahre - 25 Aktionen“ ist das Motto für das Jubiläumsjahr 2012, denn die Esperanto-Gruppe Hameln besteht bereits 25 Jahre. Es ist ein „Doppelgeburtstag“, denn gleichzeitig wird weltweit das 125-jährige Jubiläum der Plansprache gefeiert.

Ein Wochenendsprachkurs vor 25 Jahren war der Beginn der Esperanto-Gruppe Hameln. Man traf sich immer wieder, bot Kurse an und viele Interessenten waren fasziniert vom Aufbau der Sprache und den Möglichkeiten für weltweite Kontakte. Esperanto-Gäste aus Polen, Frankreich, Russland, Japan, Brasilien, Madagaskar, Benin, Nepal, Togo, Usbekistan, Armenien, der Elfenbeinküste und Korea kamen nach Hameln und informierten über ihr Land und ihre Kultur.

Auch die Hamelner Vereinsmitglieder nutzten ihre Sprachkenntnisse und reisten zu Esperanto-Kongressen und Treffen nach Italien, Schweden, Brasilien, Japan, Litauen, Polen, Dänemark, China, Ungarn, in die Niederlande und in die Slowakei. Mit dem Internet sei die weltweite Kommunikation besonders einfach geworden, berichtet der Vorsitzende Heinz-Wilhelm Sprick bei der Jahreshauptversammlung im Kommunikationszentrum „Sumpfblume“. Ein Sprachkurs für Anfänger wurde erfolgreich beendet. Die Gruppe wuchs durch neue Mitglieder, und 12 Teilnehmer kamen zu einem Anfängerkurs, der im November startete.

Auch im vergangenen Jahr hatte die Gruppe wieder einen Esperanto-Gast: Die französische Esperanto-Sprecherin Lena Edouard aus Montpellier besuchte die Gruppe im Rahmen des Gastgeberdienstes „Pasporta Servo“. Diese Adressbuch für Esperantosprecher hält Hunderte von Adressen für kostenlose Übernachtungsmöglichkeiten weltweit bereit. Auch die Hamelner Gruppe sei darin verzeichnet.

Bereits zum 8. Male lud der Verein benachbarte Esperanto-Gruppen zum Rata Rendevuo („Ratten-Rendezvous“) ein. Diesmal traf man sich in Bückeburg. Wie immer zog es auch einzelne Vereinsmitglieder zu größeren Esperanto-Treffen. Nach nur einem halben Jahr Esperanto-Unterricht in der Hamelner Gruppe fuhr Friederike Fink zum niederländisch-deutschen Esperanto-Kongress nach Münster. Ungezwungen und fast problemlos unterhielt sie sich dort mit den Teilnehmern auf Esperanto, so auch mit dem Esperanto-Musiker JoMo aus Toulouse. Klaus Santozki nahm am Esperanto-Weltkongress in Kopenhagen teil.

In Hannover nahmen die Vereinsmitglieder an Esperanto-Vorträgen über Brasilien und Kuba teil. Auch die Esperanto-Gruppen Hildesheim und Herzberg wurden besucht. Klaus Santozki wirkte im Esperanto-Zentrum Herzberg als Kursleiter bei der Ausbildung koreanischer Lehrer und Schüler mit.

Über Esperanto informieren konnte der Vorstand beim Hamelner Kulturtag und beim Tag der Kulturen in Hessisch Oldendorf. Ereignisreich wird auch dieses Jahr verlaufen. Der Vorstand besuchte die älteste Esperanto-Sprecherin im Landkreis und gratulierte. Regina Friedrich aus Bad Pyrmont, sie wurde im Januar 100 Jahre alt. Bereits 1957 lernte sie Esperanto und erzählte lebhaft von den vielen Esperanto-Treffen, die sie weltweit besucht hat.

Für den Monat Mai ist eine gemeinsame Fahrt mit den Esperanto-Gruppen Bielefeld und Detmold nach Herford geplant. Im Juni folgt ein Ausflug nach Herzberg am Harz. Die Stadt führt offiziell im Beinamen die Bezeichnung „Esperanto-Stadt“, hier befindet sich das Aus- und Weiterbildungszentrum für Esperanto in Deutschland. Einige Hamelner Mitglieder werden an den Sprachprüfungen in den Stufen B1, B2 und C1 teilnehmen. Im Herbst wird wieder das „Rata Rendevuo“ veranstaltet, in dessen Mittelpunkt eine zentrale Jubiläumsfeier zum „Doppelgeburtstag“ mit vielen Darbietungen, dem Konzert einer Esperanto-Band, stehen soll. Neben Gartenfest, Spieleabend und Weihnachtsfeier wird demnächst auch der neue Film des oskarnominierten Dokumentarfilmers Sam Greene über Esperanto „The universal language“ gezeigt. Weitere Aktionen sind ein Infostand beim Tag der Kulturen und das Übersetzen des Hamelner Stadtprospektes. Einzelne Mitglieder fahren zum deutschen, dänischen und polnischen Esperanto-Kongress nach Berlin, zum europäischen Esperanto-Kongress nach Irland, zu einer Studienwoche in die Slowakei, zum internationalen Esperanto-Eisenbahner-Kongress und zu einem Esperanto-Spieletreffen.

Den Verein führen weiterhin als 1. Vorsitzender Heinz-Wilhelm Sprick, 2. Vorsitzender Klaus Santozki, Kassierer Klaus Brümmer und Jugendvertreterin Ralitsa Ispirova. Neu gewählt als Kassenprüferin wurde Friederike Fink. Abschließend sahen die Mitglieder das neue Lied über den Rattenfänger von Hameln in Esperanto: „La magia flutisto“. Wer Esperanto lernen möchte, kann dieses schon bald beginnen, denn in Hameln startet in nächster Zeit wieder ein Kurs für Anfänger. Interessenten können sich unter hameln@esperanto.de, Tel.: 0162 / 7536396 oder www.esperanto.de/hameln informieren.

Ihr Interesse an der Verbreitung der weltweiten „Kunstsprache“ ist groß, deshalb sind sie auch im 25. Jahr ihres Bestehens offen für jeden, der sich für die konstruierte Sprache interessiert.

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