Sportgala
Mit dem Ruderboot in den Gala-DschungelVon Frank Henke
Was für eine Nacht! Was mit einem Defilee über den grünen – nicht roten – Teppich begann, endete für viele der rund 1400 Gäste erst, als aus dem Samstagabend längst ein früher Sonntagmorgen geworden war: Sport-Gala-Nächte sind glamourös, ereignisreich und natürlich: lang.
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So wächst die Vorfreude aufs Fest Wer kennt das nicht: „Schatz, welches Kleid soll ich für die Party heute Abend anziehen – das enge Rote, das kurze Schwarze oder das Romantische mit den Spitzen?“, flötet sie, während sie nacheinander in besagten Kleidungsstücken vor ihm posiert. Charmant, aber leicht überfordert, antwortet er: „Mir gefallen alle drei.“ Falsche Antwort. Getoppt wird die nur noch von einem gelangweilten „Mir egal!“ Und schon hängt der Haussegen schief, sackt die Stimmung vor der Cocktail-Party oder dem Gala-Empfang unter den Gefrierpunkt. Dabei hätte es ihm vermutlich wenig geholfen, wenn er ihr zum kurzen Schwarzen geraten hätte – sie hätte wohl tausend Gründe parat gehabt fürs enge Rote oder das Romantische mit Spitzen. Umgekehrt sorgen seine wieder einmal unauffindbaren Manschetten-Knöpfe, die sie natürlich weggezaubert hat, für miese Laune.
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Über kurz oder lang zum stilsicheren AuftrittVon Karin Rohr
Aschenputtel. Keine Frau will, dass es ihr so ergeht wie diesem armen Mädchen aus dem sattsam bekannten Märchen, das keine geeigneten Kleider hatte, um mit ihren Stiefschwestern auf einen Ball zu gehen. In der schnöden Realität kann frau da im Gegensatz zu Aschenputtel kaum auf ein Wunder hoffen. Stattdessen aber in diverse Fettnäpfchen treten. Besser ist es, sie macht sich rechtzeitig Gedanken, welches das richtige Outfit für den Ball ist.
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Er findet für jeden Raum eine fantasievolle LösungVon Karin Rohr
Einen Block hat er immer neben dem Bett liegen. Dann ist der gleich zur Hand, wenn er nachts einen Geistesblitz hat: „Ich steh’ sofort auf und schreibe das auf“, erzählt Uwe Kaschel mit einem verschmitzten Lächeln. Normalerweise habe er die besten Ideen morgens und abends – vor dem Aufstehen oder dem Einschlafen: „Und unterwegs im Auto.“ Manchmal aber wird er auch mitten in der Nacht wach – und, zack, da ist sie: die kreative Lösung für die ihm gestellte Aufgabe. Die besteht aus einem vorgegebenen Thema, das er im Rahmen eines vereinbarten Budgets dekorativ bedienen soll. Da ist Fantasie gefragt. Und die hat Uwe Kaschel.
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Pfeilgiftfrösche als „Dschungel“-Nahrung Grün. Natürlich grün – was sonst? Wenn der „Dschungel“ ruft, stellen sich die Ballgäste der Sport-Gala auf grüne Hölle ein. Es muss ja nicht gleich wie im Dschungel-Camp zugehen. Da ist es wohl jedem lieber, dass die Pfeilgiftfrösche der Tisch-Dekoration im Munde zergehen, statt ihr tödliches Nervengift zu versprühen. Essbarer Schmuck auf den Tischen im Saal. Das kommt an. Heike Maluschka von Blumen-Ehlerding hat nicht nur Farn- und Bananenblätter, Lianen, Mini-Kokosnüsse und -Orchideen sowie Plastikkäfer und -Spinnen dekoriert, sondern auch Süßigkeiten dazugelegt: Frösche, Schlangen und Bananen aus Weingummi. Eigentlich hätte die Floristin ja lieber echte Bananen genommen, aber: „Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Ballgäste im Laufe des Abends die essbare Dekoration gern vernaschen.“ Was da von echten Bananen übrig geblieben und vielleicht auch auf dem Boden gelandet wäre – man muss kein Hellseher sein, um zu ahnen, dass unfreiwillige Slapstick-Nummern im Ballkleid oder Smoking für die Betroffenen wenig komisch gewesen wären. So gibt’s stattdessen Weingummi-Bananen und -tierchen. Für den kleinen Hunger zwischendurch. Im Dschungel. kar
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Katerfrei: Fit nach durchzechter Nacht Der Kopf dröhnt. Der Hals ist so trocken wie nach einem Wüstenmarathon. Die Übelkeit lässt auf starken Seegang schließen. Und der Kreislauf kommt einfach nicht auf Touren. Symptome, die den Tag nach einer ausschweifenden Partynacht zum Albtraum machen. Dabei war’s doch so schön. Man hat sich prächtig amüsiert, gelacht, getanzt – und getrunken. Leider nicht nur Mineralwasser. Das Glas Wein, der Kelch Sekt, das Bier, der Longdrink oder auch das Schnäpschen gehört für viele dazu. Und meist merkt man an so einem geselligen Abend nicht, wieviel Alkohol man in kurzer Zeit konsumiert. Am nächsten Tag aber gibt’s die Quittung: Die Leidenszeit beginnt.
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Wie Männer auf dem Tanzparkett balzen John Travolta wusste, wie man Mädchen beeindruckt: In „Saturday Night Fever“ tanzte er so hinreißend, dass sie reihenweise schwach wurden. Wer sexy tanzt, hat beim anderen Geschlecht gute Karten. Das ist bei den Menschen nicht anders als im Tierreich, wo oft mit Balztänzen die Weibchen umworben werden. Auch auf dem Parkett können Männer punkten. Das haben deutsche und britische Wissenschaftler in einer Studie untersucht und sind dabei auf den Schlüssel zum guten oder schlechten Tänzer gestoßen: Beim Tanz, so die Forscher, sollten Männer auf bestimmte Körperzonen achten. Was Frauen anmacht: ein gut trainierter Oberkörper, eine flotte linke Schulter und ein beweglicher Hals zum Nicken und Schütteln des Kopfes. Doch nicht nur auf Schultern und Brustkorb ruht der Blick der Frau – auch das rechte Knie und der richtige „Twist“ darin findet Beachtung, haben Wissenschaftler der Universitäten in Göttingen und dem britischen Newcastle festgestellt und in den „Biology Letters“ der britischen Royal Society veröffentlicht. Demnach sollen Frauen von den Tanzbewegungen eines Mannes Rückschlüsse auf dessen Gesundheitszustand, Stärke und Fähigkeit zur Fortpflanzung ziehen können.
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Kopf und Herz im Zeichen verführerischer DüfteVon Karin Rohr
Sie unterstreichen die Persönlichkeit, senden individuelle Signale: Ein Duft gibt jeder Frau und jedem Mann die ganz eigene Note. „Düfte kleiden“, sagt Kathrin Kohlmeyer. Die 28-Jährige, Parfümeurin bei Symrise in Holzminden, hat eine besonders feine Nase, kennt alle Ingredienzen und weiß, wie man duftende Meisterwerke komponiert. Schöpfen können sie und ihr Team aus 2500 Rohstoffen, die für die tägliche Arbeit bei Symrise zur Verfügung stehen. Ob Seife, Waschpulver, Raumsprays, Kerzen, Kosmetika oder andere Produkte, die gut riechen – an dem auf Düfte und Aromen spezialisierten Unternehmen kommt niemand vorbei: Es versorgt mit seinen Kreationen die ganze Welt. Und so steckt auch in teuren und exklusiven Markenparfüms oft der Duft aus Holzminden.
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Vom Geheimnis weiblicher XXS-Taschen… Das Sammelsurium ist unbeschreiblich: Geldbeutel, Ausweis, Taschentücher, Sonnenbrille, Kaugummi, Nagelschere und -feile, ein Notfall-Heftchen mit Nadel und Faden, Kugelschreiber, ein Kosmetik-Täschchen samt Spiegel, Handcreme, Lipgloss, Bürste, Kamm, Kopfschmerztabletten, Schlüsselbund und das unverzichtbare Handy. Das (und manchmal noch sehr viel mehr) ist nicht etwa ein Überlebenspaket, sondern der durchschnittliche Inhalt einer Damenhandtasche – Marke XXL. Meistens ist es denn auch eher ein riesiger Beutel, den frau – selbstverständlich modisch korrekt – tagtäglich mit sich herumträgt. Männern gibt die freiwillige Lastenschlepperei seit jeher Rätsel auf, schaffen sie es doch mühelos, Geld, Schlüssel, notwendige Papiere und gegebenenfalls auch noch Feuerzeug und Zigaretten in diversen Hosen- und Jackett-Taschen unterzubringen.
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Hart – aber herzlich: Ein „echter Westfale“Von Andreas Rosslan
Das Ende einer Ära: „Yogi“ sagt Tschüs – so stand es am 24. September 2011 in großen Lettern im Sportteil unserer Zeitung. Nach fast 25 Jahren hat sich Hans-Jörg Sehrbrock dazu entschlossen, als Cheftrainer des RV Weser aufzuhören und sein Amt in jüngere Hände zu übergeben: „Es ist für mich der Zeitpunkt gekommen, zu gehen.“
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Wo sich Körper im feurigen Limbo biegen Wenn sich die muskulösen schwarzen Körper geschmeidig zur Musik bewegen, sich in einem scheinbar mühelosen Kraftakt zur menschlichen Pyramide formieren, in eleganten Sprüngen durch Reifen gleiten oder den feurigen Limbo so biegsam tanzen, dass den Zuschauern der Atem stockt, dann wird es hautnah spürbar: das afrikanische Lebensgefühl, das die Artisten der Kenia-Acrobatic-Group mit Kraft, Stolz und Grazie von Kontinent zu Kontinent tragen. In vielen Länder begeisterten sie das Publikum. Jetzt haben sie bei der Sport-Gala auch Hameln erobert.
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Attraktive Leserpreise für drei Glückspilze Das ist Rekord! 19 370 Leser haben sich an der Sportler-Wahl beteiligt. So viele wie nie zuvor. Auch diesmal spendeten Sponsoren attraktive Preise, die unter allen, die ihre Coupons abgegeben hatten, verlost wurden. Drei Glückspilze nahmen jetzt ihre Leserpreise in Empfang.
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Wenn man drei Mofas ins Dschungel-Camp schickt…Von Karin Rohr
Abfeiern ohne Kolbenfresser oder Lagerschaden: Das klappt garantiert mit Mofa 25. Die Party-Kapelle aus Uelzen heizt nicht zum ersten Mal in klassischer Rocktrio-Besetzung im „Zweitaktsound“ bei der Sport-Gala ein und lässt auch diesmal im Spiegelsaal die Wände wackeln. Mit ihren Markenzeichen, den Cowboy-Hüten im Leoparden-Look, sind die Jungs schon voll auf das Gala-Motto programmiert und haben daher null Probleme, ganz spontan Fragen zum Thema Dschungel zu beantworten. Im etwas anderen Interview nehmen Ralf Ziegenbein, Ralf Brockmann und Markus Fellenberg Stellung zum Leben im Camp und anderen Unwägbarkeiten.
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Diese „Soße“ ist ein LebensgefühlVon Karin Rohr
Der Rhythmus reißt mit, macht gute Laune – und Lust auf Sommer, Sonne, Strand und tropische Nächte. „Ja, die Musik klingt nach Urlaub“, findet auch Tanzlehrer Andreas Bersch. Karibik-Feeling. Salsa sei dank. Sie schenkt dieses Lebensgefühl. Hört man Salsa, so denkt man meist spontan an Kuba, an Musik und Tanz zu heißen Latino-Rhythmen. Er boomt, dieser Tanz, ist längst Kult. Auch in Hameln. Im Salsa-Club der Tanzschule „Für Sie“ treffen sich 24 Paare einmal pro Woche, trainieren das Gelernte, üben aber auch neue Figuren ein. „Vor drei Jahren habe ich mit nur sechs Paaren angefangen“, erinnert sich Bersch. Dann aber wurden es immer mehr Fans. Bevor man allerdings fit für den Club ist, muss man alle vier Schwierigkeitsstufen des Tanzes bewältigt haben: „Sonst macht das hier keinen Sinn“, weiß der Salsa-Lehrer. Von 17 bis über 60 Jahre alt sind die Frauen und Männer, die hier mit Feuereifer dabei sind. „Man muss nicht sportlich sein, um Salsa zu tanzen“, beruhigt Bersch alle, die sich für den Tanz interessieren: „Aber man muss Freude an der Bewegung haben.“
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Sportlerwahl-Rekord! Erstmals 19000er-Marke geknacktVon Andreas Rosslan
Unfassbar! Damit hatte nun wirklich niemand gerechnet. Bei der diesjährigen „Sportler des Jahres“-Wahl der Dewezet und Sparkasse Weserbergland sorgten die Leser unserer Zeitung für ein Traumergebnis: Exakt 19 370 Original-Coupons kamen in die Wertung. Rekord!
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Im Schluss-Spurt zählt jede Stimme …Von Andreas Rosslan
Im Schluss-Spurt zählt jede Stimme! Deshalb müssen sich unsere Leser noch einmal kräftig ins Zeug legen. Wer bei der „Sportler des Jahres“-Wahl der Dewezet und Sparkasse Weserbergland noch nicht abgestimmt hat, der muss sich sputen. Heute können Sie noch die ausgefüllten Stimmzettel abgeben, am morgigen Freitag auch noch – und dann ist Schluss.
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Wir sind die Hamelner „Silber-Söhne“ von MannheimVon Roland Giehr
Kräftig keulen erlaubt – aber kentern strengstens verboten! Im Stakkato-Takt klatschten die acht Ruder in die grauen Neckarfluten auf der Mannheimer Regattastrecke im Mühlau-Hafen. Die Muskeln schmerzten, denn es war wieder einmal körperliche Schwerstarbeit angesagt für den Männer-Doppelvierer des RV Weser Hameln. Denn eines war für Schlagmann Jan Jedamski, Fabian Schönhütte, Nils Hawranke und Roelof Bakker an diesem 9. Oktober im Vorfeld schon klar: Sie mussten schnell sein, und zwar sehr schnell. Denn auf der Tagesordnung standen die deutschen Sprintmeisterschaften, der letzte Höhepunkt einer anstrengenden Rudersaison. Und da legt sich natürlich jeder Teilnehmer noch einmal kräftig in die Riemen. Auch das Hamelner Ruder-Quartett gab richtig Gas.
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Alena Rüffer boxt sich aus dem Nichts ins RampenlichtVon Roland Giehr
Alena Rüffer ist zwar nur ein Fliegengewicht, hat aber das Herz einer Löwin. Genau wie ihr großes Vorbild, Weltmeisterin Susianna Kentikian, die „Killer-Queen“ aus Hamburg. Mit viel Biss, Ehrgeiz und natürlich Trainingsfleiß kämpfte sich die junge Box-Lady des TSV Benstorf/Oldendorf praktisch aus dem Nichts ins Rampenlicht.
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Alexander Böttinger: Medaillen pflastern seinen WegVon Roland Giehr
Nein, er ist nicht nur irgendein Taekwondo-Talent. Alexander Böttinger ist schon ein kleines bisschen mehr – er ist ein Ausnahme-Talent und ein absolutes Aushängeschild von Redfire Bad Münder. Auf die richtige Technik kommt es eben an. Und die hat der 17-Jährige längst raus. Böttinger ist eigentlich immer enorm in Form, und wo er im Poomsae an den Start geht, da ist der Erfolg. Fast zwangsläufig sind so auch die Medaillen nicht mehr fern. Gold, Silber und Bronze pflastern seinen Weg, der einst 2004 begann und den Youngster mittlerweile sogar bis in den Bundeskader des DTU geführt hat. Auch in der deutschen Rangliste liegt er weit vorne auf Platz vier.
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Patrick Scherfose auf dem Weg in die Zehnkampf-EliteVon Matthias Henning
Seinen Spagat zwischen der Schule und dem Sport hat Mehrkämpfer Patrick Scherfose von der LG Weserbergland mit Bravour gemeistert – mit Erfolgen auf beiden Seiten. Denn nicht nur die Zehnkampf-Bestleistung von 7420 Punkten in seinem ersten Jahr in der Männer-Klasse und damit Platz sechs der deutschen Junioren- und Rang 18 der Männer-Rangliste ging in die Annalen ein, auch sein Abitur baute der 20-Jährige.
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