Fussball

2:4 – SSG wohl nicht mehr zu retten

Fußball (aro). Pulverfass Piepenbusch! Das Landesliga-Kellerderby zwischen der SSG Halvestorf und dem bisherigen Schlusslicht SC Uchte war kein Schmuse-Fußball, sondern Abstiegskampf pur! Es wurde gegrätscht, was das Zeug hielt. 90 Minuten wehrten sich Kapitän Josef Selenky & Co. verbissen gegen die drohende Niederlage – aber wieder einmal vergeblich.

Nach der 2:4-Heimpleite leuchtet die Rote Laterne wieder am Halvestorfer Piepenbusch. Die Fans waren sich einig: So ein Spiel darf man nicht verlieren, wenn man den Klassenerhalt schaffen will. Das weiß auch Halvestorfs neuer Coach Markus Schwarz. Die Hoffnung, dass er die Truppe in den Griff bekommt, erfüllte sich bisher nicht. Denn auch der neue Mann auf der SSG-Bank konnte die Halvestorfer Krise nicht stoppen. Unmöglich ist zwar nichts, aber jetzt hilft wohl nur noch ein Wunder…

Es war ein offener Schlagabtausch mit vielen Torchancen auf beiden Seiten. Halvestorfs Klasse-Keeper Fabian Moniac, der unter anderem einen Kasprick-Schuss an den Pfosten lenkte, verhinderte mit seinen Glanzparaden einen Rückstand. Doch in der 41. Minute war Moniac dann machtlos, als er einen Schuss von Lukas Klöpper nicht festhalten konnte. Das nutzte Florian Heidenreich beim 0:1 (41.) eiskalt aus. Zuvor hatte aber auch die SSG einige gute Chancen: unter anderem Jan-Niklas Bleil nach Kowalski-Pass, Jannik Schmidt nach Vorlage von Timo Möller und Dennis Schimanski, der den Ball knapp übers Tor köpfte. Eine Viertelstunde vor Schluss folgte dann der Aufreger des Spiels, der die Gemüter erhitzte: Nach einem Foul von André von Behrens sah Bleil wegen einer angeblichen Schwalbe die gelb-rote Karte. Nach dem Platzverweis besiegelten Stefan Lamottke (75, 90.) und Felix Kasprick (85.) die zwölfte Saisonniederlage für die SSG, die durch den kurz zuvor eingewechselten Eugen Fabrizius und Timo Möller zwischenzeitlich auf 1:2 (80.) bzw. 2:3 (90.) verkürzen konnte. Aber zur erhofften Wende reichte es aber für die Elf von Markus Schwarz wieder nicht.

SSG Halvestorf: Moniac, Hill, Bleil, Jürgens, Kowalski, Hau, Günzel, Selensky, Möller, Schmidt (73. Fabrizius), Schimanski (76. Avci).

Besser machte es Blau-Weiß Tündern beim 1:1 (0:1) in Wunstorf. Obwohl der 1. FC über weite Strecken spielbestimmend war, war das Remis am Ende nicht unverdient, denn Kapitän Tim Piontek & Co. kämpften 90 Minuten wacker. Auch die Abwehr um Robin Hau machte einen guten Job und ließ nur wenige Torchancen zu. Selbst das 0:1 (40.) konnte die Motzner-Elf nicht schocken. Nach dem Seitenwechsel köpfte erst Yves Hackl knapp übers Tor, dann glich Patrik Blum nach einem Patzer von Wunstorfs Keeper Tobias Schiller, der einen Piontek-Schuss abprallen ließ, zum 1:1 (67.) aus.

BW Tündern: Kelle, Achilles, Hackl, Hau, Gurgel, Engel, Junker, Blum, Piontek, Beckmann, Tegt- meyer.

Artikel vom 04.12.2011 - 14.44 Uhr
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