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Geplatzte Träume, zweimal Gold und starke Mädchen

Laura Janosch übernimmt den Stab von Laura Rösner. Foto: mha

Leichtathletik (mha). Drei Staffeltitel – so die kühnen Träume bei der LG Weserbergland – hätten es sein können. Doch bei den Landesmeisterschaften der Männer, Frauen und U 18-Jugend in Hannover platzten zwei. Gold über 4 x 400-Meter blieb am Ende die einzige Ausbeute.

Geplatzt waren die Staffelträume der Frauen schon vor der Meisterschaft. Krankheiten, Trainingsrückstand, Verletzungen – das Quartett trat gar nicht erst an. So ruhten die Hoffnungen auf der 4 x 200 Meter-Staffel der Männer. Doch schon der erste Wechsel hätte bequem Einzug ins Lehrbuch halten können: als Negativ-Beispiel. Joachim Peest war viel zu früh losgelaufen, musste abstoppen, um den Stab von Kai Ingwersen noch im Wechselraum zu bekommen. Noch schlimmer war die Weitergabe an Sven Lange.

Im Durcheinander verloren die Weserbergländer fast die Orientierung. Erst der letzte Wechsel auf Etienne Diatta klappte annähernd perfekt. „Wir wollten die DM-Qualifikation von 1:29,0 Minuten erreichen. Aber so geht das nicht“, sagte der enttäuschte Schlussläufer. 1:31,24 Minuten und Platz drei waren das bittere Resultat.

Erst nach der 4 x 400-Staffel konnte die LGW wieder strahlen. Toni Pscherer, Joachim Peest und Timon Nasse hatten die Vorarbeit geleistet, Diatta als Schlussläufer die Kohlen aus dem Feuer geholt. Gold in 3:28,16 Minuten vor der StG Oldenburg (3:29,24). In den Einzelrennen hatten die LGW-Männer dagegen mehr Erfolg. Im Klassefeld über 60 Meter erreichten gleich zwei das Finale. 7,07 Sekunden bedeuteten für Ingwersen Platz drei, Diatta kam als Fünfter in 7,17 Sekunden an. Auch über 200 Meter kam Ingwersen ins Finale und lief in 22,40 Sekunden zu Bronze.

Im Duell der Zehnkampf-Spezialisten musste sich Patrick Scherfose im Weitsprung mit 6,86 Metern dem Göttinger Nikolai Peselmann (7,16) geschlagen geben. Vizemeister wurde er eine Woche vor seiner Siebenkampf-DM dennoch. Platz fünf holte er über 60-Meter-Hürden (8,35 Sek.). Bei den Frauen schied Titelverteidigerin Nina Giebel über 60 Meter bereits im Vorlauf aus. Über 200 Meter vertrat sie Marie Holzschuh (LGW) bestens. 25,59 Sekunden brachten der 17-Jährigen Platz vier bei den Frauen. Jessica Witzel holte dann im Dreisprung mit 12,11 Metern den zweiten Titel für die LG. Diana Dienel legte nach Platz vier über 400 Meter (57,72) im 800-Meter-Rennen Rang fünf in 2:17,94 Minuten nach.

Glückliche Gesichter gab es auch beim Nachwuchs der LGW. Denn obwohl drei noch der Schülerinnen-Klasse angehören, schlug sich das Quartett über 4 x 200 m bestens und kam in 1:49,70 Minuten sogar auf Platz vier. „Mehr als wir erwartet hatten“, sagte Trainer Uwe Beerberg. Einsatz zeigte vor allem Startläuferin Doreen Dehne. Beim Wechsel auf Maja Trivuncic war diese zu früh losgelaufen. Dehne machte sich extrem lang und schaffte es noch, dass der Staffelstab in der Hand von Trivuncic landete – sie jedoch bäuchlings auf der Bahn. „Halb so schlimm“, kommentierte sie ihre Schürfwunden am Knie. Die gemeinsame Freude mit Trivuncic, Laura Rösner, Laura Janosch sowie Ersatzläuferin Mara Zielonka überwog. Im Dreisprung wurde Rösner Sechste ( 10,30 m).

Artikel vom 22.01.2012 - 18.33 Uhr
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