Lokaler Sport
Große Sprünge unter den Augen der MinisterinMinisterin Ursula von der Leyen
Hoch hinaus: Wilhelm-Hauke Bente (RFV Emmerthal) auf „Caspar 131“ beim L-Springen. Fotos (2): rhs
Pferdesport (rhs). Das Wetter hätte durchaus ein Turnier im Freien zugelassen – doch laut Reglement musste das große Hamelner Frühjahrsturnier des Reitervereins von 1925 bei strahlendem Sonnenschein unter dem Hallendach im Reitzentrum an Töneböns Teichen stattfinden. So standen die vielen Reitsportfans dicht gedrängt auf den Tribüne und sahen viele reiterliche Leckerbissen bei der Dressur und im Springen. Und sie freuten sich über prominenten Besuch, denn Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen betreute ihre beiden Töchter beim Turnier, von denen sich Johanna sogar den Sieg in der L-Dressur (Kandare) gegen starke Konkurrenz holte.
Die Turnierleiterin Viktoria Kock und Sportwartin Christine Lippelt stellten mit Genugtuung fest, dass die Reiter des Gastgebers und aus dem Weserbergland sich sowohl im Dressurgeviert wie auch im Springparcours immer besser gegen die Konkurrenz behaupten können. „Die Tendenz geht deutlich nach oben, obwohl es in der Spitze doch ein wenig fehlt“, so ihr Fazit. Aber das liegt nicht allein im Talent begründet, sondern vor allem auch im Fehlen des dafür geeigneten Pferdematerials. Einer ständig größeren Resonanz erfreut sich auch der Juniorcup, der in Hameln seine Auftaktveranstaltung erlebte
Geht man die Ergebnislisten durch, dann gab es diesmal nur eine Amazone, die sich in zwei Wettbewerben durchsetzen konnte. Dieses Kunststück gelang allein Aline Beatrice Albrecht (RV Bisperode), die auf „Dolina“ sowohl die E- wie auch die A-Prüfung gewann. In den L-Dressuren setzte sich neben der Kandare-Reiterin Johanna von der Leyen vom Rittergut Neindorf die Trense-Expertin Konstanze Hortsch (RV Calenberg) auf „Bella Balucci“ durch.
Auch für die Jüngsten gab es viel Beifall
Bei den Springreitern gewannen Jan Pieper (Nienstedt, Tim Sölter (Eschenbruch) und Silke Möller (Stift Fischbeck) im A-Bereich sowie Niclas Baule (Porta Westfalica) und Christin Tidow (Stall Tidow) in den L-Prüfungen. Viel Beifall gab es auch für die Jüngsten, die sich im Reiterwettbewerb maßen und ihre Kleinpferde und Ponys trotz Lampenfiebers gut unter Kontrolle hatten.