Lokaler Sport

Fehrmann kontert Gerüchte: „Wir fallen nicht auseinander“
Von Roland Giehr

Immer hoch motiviert: Trainer Fehrmann von der SSG Halvestorf. rhs

Fußball. Vier unendlich lange Monate Zwangspause, hartnäckige Wechselgerüchte um einige Spieler und quasi als Krönung eine Hammer-Rückrunde mit 17 Partien vor Augen – wohl kaum einer möchte derzeit mit dem Halvestorfer Trainer Ralf Fehrmann tauschen. Der 47-Jährige steht vor einem sportlichen Spagat der Extraklasse. Auf der einen Seite muss er seinen kleinen Kader nicht nur körperlich, sondern vor allem auch mental auf die angestrebte Aufholjagd in der Bezirksliga Richtung Tabellenspitze einstimmen.

Auf der anderen Seite stehen in Zusammenarbeit mit Manager Frank Jürgens die notwendigen Planungen für die Zukunft des Vereins auf dem Stundenplan. Ohne zu wissen, wo die SSG Halvestorf am Saisonende tatsächlich landet. „Eines ist aber sicher, auch wenn wir den Aufstieg nicht schaffen sollten, werden wir gewiss nicht auseinanderfallen, wie schon überall herumerzählt wird“, schiebt Fehrmann diversen Gerüchten einen Riegel vor. Auch die schon in Fußballkreisen kolportierte Rückkehr von Matthias Günzel und René Hau zum HSC BW Tündern sieht der genervte Trainer noch lange nicht als vollzogen an. „Wir kennen das Interesse, aber noch sind wir am Drücker und werden mit den beiden weiterhin im Dialog bleiben. Ich plane jedenfalls mit ihnen“, bezieht Fehrmann klar Stellung.

Dass die Geldquellen im Moment nach dem gesundheitsbedingten Rückzug von Wilfried Meerhaut längst nicht mehr so sprudeln wie in besten Zeiten, sieht er dabei nicht als Hindernis an, zumal Jürgens im Hintergrund nichts unversucht lässt, um neue Sponsoren zu finden. „Wir sind auf einem guten Wege“, heißt es aus Halvestorf. Auch Ralf Fehrmann sieht seine Zukunft weiterhin am Piepenbusch, obwohl er noch nicht verlängert hat.

„Wir haben erst einmal andere Prioritäten gesetzt. Das wäre aber nur reine Formsache, denn ich fühle mich hier wohl“, fiebert er nun vielmehr dem heutigen Punktspielstart gegen den SC Rinteln entgegen. Sollte der Wettergott inzwischen ein Halvestorfer geworden sein, wird das Nachholspiel um 19 Uhr auf dem Kunstrasen der Briten an der Süntelstraße auch tatsächlich angepfiffen.

Während Josef Selensky, Hauke Martensen und Oliver Bock wegen einer anscheinend kollektiven Schambeinentzündung passen müssen, steht Preußen-Neuzugang Maximilian Magerkurth vor seinem Debüt. „Er hat im Abschluss die Qualitäten, die wir brauchen“, weiß Fehrmann und will mit einem Sieg den ersten Schritt in eine erfolgreiche Rückrunde machen.

Artikel vom 08.03.2010 - 19.00 Uhr
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