Reportage
„Unsere Zeela darf nicht sterben“ Von Ulrich Behmann
Sie haben alles verkauft, was sie besaßen – Haus, Hof, die Möbel und den Schmuck. Sie wollen, dass ihre Tochter überlebt. „Zeela darf nicht sterben“, sagt ihre Mutter Juan Jalal Khorsheed. Tränen laufen der 54-jährigen Kurdin aus dem Nordirak über die Wangen. Eilig verlässt sie das Zimmer, denn Zeela soll sie nicht weinen sehen. Die junge Frau hat Krebs. Ohne Behandlung wird sie sterben. Dass der Tumor, den sie in ihrem Körper trägt, bösartig ist, weiß die Lehrerin für Physik nicht. „Wir haben es ihr nicht gesagt, weil wir Angst haben, dass sie sich dann aufgeben wird“, sagt die Mutter mit rotgeweinten Augen.
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„Wir lernen, mit der Gefahr zu leben“ Von Hans Weimann
Wenn die Bundeswehroffiziere Michael Baumgärtner, Peter Donhauser, Carsten Bölk, Michael Pössel und Benjamin Abendschein von ihren Einsätzen in Afghanistan erzählen, klingt zwar durch, dass in einem asymmetrischen Krieg die Todesgefahr allgegenwärtig ist, auch wenn man in Kabul im Hauptquartier sitzt und nicht auf dem Gefechtsfeld beschossen wird. Doch in dem fast zweistündigen Gespräch, das die Bückeburger Afghanistanrückkehrer mit unserer Zeitung geführt haben, geht es nicht so sehr um die Gefahr, durch einen Sprengsatz oder eine Kugel getötet zu werden, sondern um die anderen, ganz alltäglichen Risiken und Probleme, mit denen Hubschrauberpiloten in Afghanistan zu kämpfen haben.
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Wo es sich am sichersten leben lässt Von Ulrich Behmann
Die sicherste Gemeinde im Landkreis Hameln-Pyrmont ist Aerzen. Dort leben 11 436 Menschen, wurden im vergangenen Jahr 331 Straftaten registriert. Die Kriminalitätshäufigkeitskennzahl – das ist die Anzahl der Straftaten pro 100 000 Einwohner – beträgt im Flecken nur 2894,37. Statistiker sehen das so:
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Mit Stenz und Staude auf der Walz Von Sabine Brakhan
Das Wandern ist des Müllers Lust und Hänschen klein, ging allein in die weite Welt hinein – so ist es uns aus berühmten Volksliedern bekannt. Doch nicht nur den Müller oder den kleinen Hans trieb es hinaus in die Ferne. Drei Jahre und einen Tag war auch der Steinmetzgeselle Philipp Opitz aus dem Bad Pyrmonter Ortsteil Holzhausen unterwegs; er hat Deutschland, Europa und Südamerika bereist und jede Menge neue Berufs- und Lebenserfahrung von seiner Reise mitgebracht.
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