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Klaus Lemke will bei der Berlinale blank ziehen

Berlin (dpa) - Der Münchner Filmemacher Klaus Lemke («Rocker») will der Berlinale zur Eröffnung am Donnerstag den nackten Hintern zeigen. Mit der Aktion «toter Teppich» möchte er nicht nur gegen das Festival, sondern auch gegen die Filmförderung und die aus seiner Sicht miserablen deutschen Filme protestieren.

«Wir haben die besten Autos, die schönsten Mädchen und Filme wie Grabsteine», findet der 71-Jährige. Zum kollektiven «Moonshining» erwartet er 300 bis 400 Aktivisten. Und wenn er bei der Nackt-Aktion verhaftet würde? «Das wäre doch fantastisch, wenn das passieren würde», sagte Lemke am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.

Der Regisseur erklärte, er habe in den vergangenen sieben Jahren Filme eingereicht, die immer vom Festival abgelehnt worden seien. Aber diesmal ärgert es ihn besonders, weil er mit «Berlin für Helden» einen Hauptstadt-Film angeboten hat, den er für viel besser als «Zettl» hält. Die Berlinale sei ein «Kochfestival» geworden, kritisiert Lemke.

Artikel vom 08.02.2012 - 17.27 Uhr
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