Aktuelles Weserbergland

Getreide erzielt Höchstpreise an den Börsen

Aufgrund der großen Trockenheit in den USA ist heimisches Getreide besonders viel wert. Die Großwetterlage verspricht viel Sonne für die nächsten Tage – eine gute Zeit, um das dann hoffentlich aus gereifte Korn von den Feldern zu holen. Foto: Wal

Weserbergland (wft). An der Börse steht der Getreidepreis derzeit bei rund 255 Euro pro Tonne – ein Spitzenwert im Vergleich zu den vergangenen drei Jahren. Und das ungewöhnlicherweise mitten während der Erntezeit.

„Früher lag die Preisspitze immer vor der Erntezeit, wenn kaum noch jemand liefern konnte“, erläutert der Landwirt Andreas Voß aus Bisperode. „Das erleben wir so zum ersten Mal.“ Hintergrund seien die Meldungen aus den USA und Osteuropa, wo sehr schlechte Ernten prognostiziert worden seien. „Die Agrarmärkte sind eben vor allem Wettermärkte“, erklärt Kreislandwirt Karl-Johann Stukenbrock, „die reagieren auf jede Meldung sehr sensibel.“ Vor allem die Situation in den USA bezeichnet Stukenbrock als bedrohlich. „Das ist dort eine echte Katastrophe.“

Bei Voß steht noch etwa die Hälfte des Weizens auf dem Halm. Den Höhepunkt der Ernte erwartet er für die kommende Woche. Auch Stukenbrock geht davon aus, dass erst rund 40 Prozent der Ernte eingefahren ist. Voß ist sich nicht sicher, wie er sich in den nächsten Wochen entscheiden wird – einen neuen Kontrakt zu einem bestimmten Preis für eine spätere Lieferung abschließen oder vielleicht doch einen Teil der Ernte schon jetzt verkaufen?

Wie stark der Preis für Getreide Schwankungen unterworfen ist, erfahren Sie in der Dewezet.

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