Dossier Fußgängerzone
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Zweckbündnis steigt aus dem Forum aus

„Mit Herz und Verstand für Hameln“ spricht von Alibi-Veranstaltung zur Fußgängerzone
Ralf Hermes, Sprecher des Zweckbündnisses das
Ralf Hermes, Sprecher des Zweckbündnisses das

Hameln (tk). Nach dem ersten, für viele Teilnehmer ergebnislosen, „Forum Fußgängerzone“ im Juni trafen sich gestern Bürger und Vertreter der Verwaltung zur zweiten Runde. Und die begann mit einem Paukenschlag: Das Zweckbündnis „Mit Herz und Verstand für Hameln“ boykottierte die Veranstaltung. Geschlossen nahmen die fünf Vertreter am Forum nicht teil und verteilten vor dem Hotel Stadt Hameln Handzettel, um ihrem Unmut Luft zu machen. „Das ist eine reine Alibi-Veranstaltung. An ihren Plänen will die Stadt nichts grundlegendes von dem ändern, was im Wählerentscheid kritisiert worden ist“, begründete Ralf Hermes, Sprecher des Zweckbündnisses. Der Vorwurf: Die Stadt übergehe die Meinung von 11 316 Wählern, die sich beim Bürgerentscheid gegen eine große Renovierung der Fußgängerzone ausgesprochen hatten. Das Forum zöge überdies die Bevölkerung in die Planung nicht ein, denn der Bürger könne lediglich an kleinen Korrekturarbeiten mitwirken, so Hermes. Das sei „vorgegaukelte Demokratie“, und dieses Spiel wolle die Initiative nicht mitmachen. Mit dem Ausstieg aus der Diskussion will das Zweckbündnis nun ein Zeichen setzen.

Erster Stadtrat Eckhard Koss äußerte sein Bedauern über diese Entscheidung. Er sieht in der Modernisierung der Fußgängerzone eine einmalige Chance, die es zu nutzen gelte. Vom zweiten Forum versprach er sich, alle noch offenen Fragen beantworten zu können und eine ergebnisoffene Diskussion zu führen. „Wer allerdings jetzt noch gegen die große Lösung ist, den werden wir auch heute Abend nicht mehr umstimmen können“, so der Baudezernent.

Zuversichtlich zeigte sich der Moderator Reinhard Drees: „Beim letzten Mal sind wir zwar zu Ergebnissen gekommen, nicht aber zu einem Abschluss. Das müssen wir heute nachholen, damit es endlich losgehen kann. Ein drittes Forum wird es nicht geben“, versicherte der Architekt und Städteplaner aus Bielefeld.

Weniger optimistisch als Drees waren dagegen die Teilnehmer. „Ich lasse mich überraschen, was heute dabei rauskommt. Ich hoffe aber, dass es etwas Konstruktives sein wird und das Bild nicht so zerstritten ist wie beim letzten Mal“, sagte Friedhelm Bollhorst. Beim ersten Forum seien etliche Fragezeichen geblieben. Nun will er Antworten von der Verwaltung: „Ich bin mir sicher, dass wir kleine bis mittlere Veränderungen erzielen können. Die Stadt kann doch nicht die Wünsche von einem Viertel der Leute missachten“.

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