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Entwürfe für Nachnutzung der Briten-Liegenschaften fertig – Stadt diskutiert mit Akteuren

Kino, Skaterbahn und Festivals?

Hameln. Den Beteiligten war es von Anfang an klar: Die Konversion – also die Planung der zivilen Nachnutzung der vormals von den britischen Streitkräften militärisch genutzten Liegenschaften – wird mehrere Jahre dauern. Inzwischen liegen zumindest die städtebaulichen Entwürfe vor. Nach einem inhaltlichen Update diskutierten am Donnerstagabend Mitarbeiter der Stadt und des beauftragten Büros für Stadtentwicklung mit geladenen Akteuren in drei themenbezogenen Gruppen in der Aula des Albert-Einstein-Gymnasiums im „Stadtentwicklungsforum“. Hier die wichtigsten Entwicklungen:

veröffentlicht am 30.05.2015 um 10:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:14 Uhr

Blick auf den Gundolphpark. Was mit dem ehemals von den britischen Streitkräften genutzten Areal geschehen soll, wird im Rahmen eines Bürgerforums vorgestellt. Foto: Archiv/Dana
Dorothee Balzereit

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Dorothee Balzereit Reporterin / ViaSaga zur Autorenseite
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Linsingen-Kaserne

Gerechnet wird weiterhin mit der Technischen Akademie und dem Landkreis als Vertreter für die Elisabeth-Selbert-Schule (ELS) als Kaufinteressenten. In das Gebäude, das den Briten als Offiziersmesse diente, würde nicht nur die Niedersächsische Behörde für Straßenverkehr, derzeit am Roseplatz, gerne einziehen, sondern auch die Akademie Überlingen. Ein Einzelhandelsgutachten für die Süntelstraße wurde in Auftrag gegeben. Das Konzept für eine weitgehende Öffnung des Geländes mit Rad- und Fußwegen erntete viel Zustimmung. Uneins ist man mit dem Landkreis, wie offen der Komplex der ELS sein soll. Unterschiedliche Meinungen gab es auch zum Thema geplanter und tatsächlich benötigter Parkraum. Geplant sind 200 Parkplätze, Suchverkehr von Schülern soll vermieden werden. Die Basbergstraße sei mit dem Zusatzverkehr nicht überlastet, erläuterten die Planer, fraglich indes sei die Realisierung der beantragten Bahnhaltestelle. Ein Verkehrs-Gutachten wurde in Auftrag gegeben.

Aufgewertet werden soll der geplante Quartiersplatz in der Mitte des Areals. Diskutiert wurde ein Wettbewerb mit vorausgehendem Workshop, in den man Jugendliche einbeziehen will. Die Idee, ein Programmkino im alten Britenkino zu eröffnen, stieß auf breite Zustimmung. Einen Interessenten dafür gibt es. Ein Baumkataster wurde angelegt, die Achsen für Grünflächen stießen auf positives Echo.

Bailey- und Gundolph-Park Viel Zustimmung gab es auch für das Konzept der Depotstandorte, die durch eine durchgehende Verbindung der Wege für Fußgänger und Radfahrer einen optischen Gesamtcharakter erhalten sollen. Seniorengerechtes Wohnen sei hier aufgrund der Geländebeschaffenheit besser realisierbar als auf dem Gelände der Linsingen-Kaserne. Interessant wird es hier auch für Jugendliche: Offen ist man sowohl für eine Skateranlage, einen Dirt-Biking-Bereich, die Überdachung einer Halle für ein Parcours- oder Paintball-Areal. Der Haken: Für die Finanzierung muss sich ein Investor finden. Abstand genommen habe man dagegen von der Umwandlung der Depots in Werkstätten für Existenzgründer – es fehlt die passende Nachfrage. Die Idee, einen großen Baumarkt anzusiedeln, hat man ebenfalls verworfen, weil es sonst ein Überangebot gäbe. Über einen kleinen Baumarkt wurde das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Foto: Dana
  • Foto: Dana
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  • Ein Kino auf dem Areal der Linsingen-Kaserne? Dana

Upnor-Gelände

Besonders ins Herz geschlossen hatten die Beteiligten die Pläne für das Upnor-Gelände an der Fischbecker Landstraße. Weil es im Überschwemmungsgebiet liegt, kommt das Areal vor allem für temporäre Nutzungen in Betracht. Dazu könnten auch Festivals gehören. Denkbar sei auch ein Stellplatz für Wohnmobile, Lagerung von Kanus oder eine Beach-Bar. „Andere Städte nutzen die Weser viel, viel mehr, hier etwas zu tun, würde uns gut zu Gesicht stehen“, sagte der Stadtbaurat. Möglicher Haken: Teilbereiche sind in privater Hand. Gehölze an der Nordseite könnten das Gelände aufwerten.

Ravelin-Camp

Das favorisierte Nachnutzungskonzept für den Übungsplatz bei Rettigs Grund ist nach wie vor ein Solarpark – auch nachdem der erste Investor abgesprungen ist.

Wouldham-Übungsplatz

Der Wasserübungsplatz soll nach Willen von Stadt und Politik an die Natur zurückgegeben werden, eine Auenlandschaft soll entstehen. Dennoch kommen immer wieder Anfragen, ob die Hallen auf dem Areal wirtschaftlich nutzbar seien. Hier will man die Bürger nicht außen vor lassen.

Eine Diskussionsrunde mit Bürgerbeteiligung ist vor oder kurz nach den Sommerferien vorgesehen.



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