Dossier Wahlen
Das Büro in Berlin hat er schon geräumt Hameln-Pyrmont (wul). Die knappe Niederlage am 27. September war für den (Noch-)Bundestagsabgeordneten Hans Peter Thul (CDU) enttäuschend. Einige Zeit hatte es so ausgesehen, als könnte er den Wahlkreis 47 direkt gewinnen, doch dann war es doch Gabriele Lösekrug-Möller (SPD), die die Mehrzahl der Wählerstimmen erhielt. Nach Bekanntgabe des Ergebnisses war Thul auf Tauchstation gegangen und hatte sich der Öffentlichkeit nicht mehr gestellt. „Ich bin dabei, meine berufliche Geschichte neu zu ordnen“, sagte er jetzt gegenüber der Dewezet.
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Ja zu neuen Inhalten und neuen Personen Hameln (CK). Nach dem heillosen Durcheinander in der SPD-Spitze sieht die wiedergewählte Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller aus Hameln zwei wichtige Aufgaben auf ihre Partei zukommen: die inhaltliche Neuausrichtung und die personelle Neuaufstellung.
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Der Tag danach: Die Erwartungen sind hoch Hameln-Pyrmont (CK). In der heimischen Wirtschaft wird das Ergebnis der Bundestagswahl vorwiegend positiv aufgenommen. Allerdings sind auch die Erwartungen an eine neue, bürgerliche Regierung hoch: „Ich erwarte, dass sie Rahmenbedingungen schafft, in denen unsere Unternehmen wirtschaftlich handeln können, damit wir Arbeitsplätze schaffen und erhalten“, sagt beispielsweise Dieter Mefus, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes der Unternehmen im Weserbergland (AdU).
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Wilhelm Menzel ist der Top-Tipper Hameln-Pyrmont (mafi). Wilhelm Menzel aus Hachmühlen hatte den besten politischen Riecher – oder das meiste Glück: Mit 4740 von 5200 möglichen Punkten ist er der klare Gewinner des Dewezet-Spiels „Mein Wahltipp“, das anlässlich der Bundestagswahl seine Premiere feierte. Als Spielleiterin Maja Jelkmann den Gewinner gestern benachrichtigte, war er sehr überrascht: „Im Ernst??“, fragte er zunächst etwas skeptisch, um sich dann aber zu freuen: „Das ist sehr schön!“
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Zwei rote Frauen fürs Weserbergland Hameln-Pyrmont (wul). Mit wenigen Strichen haben 143 177 Wähler in Hameln-Pyrmont und Holzminden auch über die persönliche Zukunft der Direktkandidaten entschieden. Während Gabriele Lösekrug-Möller als Siegerin des Wahlkreises in (fast) gewohnter Manier in Berlin weitermachen kann, muss Hans Peter Thul (CDU) seinen Platz im Bundestag räumen und sich wieder in einem Leben ohne Mandat für die Bundespolitik zurechtfinden. Unterdessen bereitet sich Jutta Krellmann (Linke) auf ihren Umzug vor. Sie hat es über die Landesliste ins Parlament geschafft. „Der Tag danach“ bedeutet vor allem Ergebnisse verdauen und den Blick nach vorne richten.
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Schon vorm Ergebnis wird tüchtig gefeiert Von Christa Koch
Hameln. Die große Dewezet-Wahlparty beginnt schon lange vor der ersten Prognose um 18 Uhr: Die „Piraten“ haben vor der Zeit den Medienraum geentert und haben voller Optimismus ein paar Stehtische mit ihren Fahnen dekoriert. Die politische „Kaperfahrt“, so zeigt sich wenig später, als im Fernsehen die ersten Hochrechnungen verkündet werden, hat sich offenbar gelohnt: Applaus brandet auf unter denen in schwarz-orangefarbenen T-Shirts, als verkündet wird, dass die Piraten-Partei unter allen „Sonstigen“ das beste Ergebnis erzielt hat. Reicht zwar nicht für ein Mandat, wohl aber für einen Denkzettel.
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Herbe Verluste auch für die Siegerin Hameln-Pyrmont (wul). Erneut heißt die Gewinnerin des Wahlkreises 47 Gabriele Lösekrug-Möller, doch die Verluste der Sozialdemokratin im Vergleich zum Jahr 2005 sind herbe: Nach 50,23 Prozent erhielt sie gestern Abend nur noch 39,6 Prozent der Erststimmen. Auch mit ihrer Zweitstimme hielten sich die einstigen SPD-Wähler zurück: Vor vier Jahren wählten noch 47,39 Prozent der Hameln-Pyrmonter und Holzmindener die Sozialdemokraten, jetzt waren es 33,35 Prozent (minus 14,04 Prozentpunkte).
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Lösekrug- Möller geht nach Berlin Hameln-Pyrmont (wul). Auch im Wahlkreis 47 (Hameln-Pyrmont und Holzminden) hat die SPD hohe Verluste erlitten. Für die Sozialdemokratin Gabriele Lösekrug-Möller hat es trotzdem gereicht: Sie zieht zum dritten Mal in Folge per Direktmandat in den Deutschen Bundestag ein. Lösekrug-Möller erhielt 39,6 Prozent der Erststimmen und damit 10,63 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2005.
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Deutschland wählt – jeder Vierte noch unentschlossen Berlin/Hameln (TT). An diesem Sonntag gilt’s: Deutschland wählt. Rund 62,2 Millionen Menschen sind aufgerufen, einen neuen Bundestag zu wählen – und damit indirekt auch Regierung und Kanzler oder Kanzlerin. Nach den bisherigen Umfragen und den Koalitionsaussagen der Parteien geht es bei dieser Wahl um die Alternative Schwarz-Gelb oder Schwarz-Rot. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dürfte demnach im Amt bleiben. Angesichts der laut Forsa-Umfrage noch 26 Prozent unentschlossenen Wähler machen die Parteien Wahlkampf bis zur letzten Minute: Auf großen Kundgebungen werben Merkel und SPD-Kandidat Frank-Walter Steinmeier heute nochmals um Stimmen. Auch die anderen Parteien wollen die letzten Stunden bis zur Öffnung der Wahllokale nutzen, um unschlüssige Wähler von sich zu überzeugen.
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Ohne sie hätten wir am Sonntag keine Wahl Von Friedrich W. Thies
Hameln. Ohne ihr Engagement wäre keine politische Wahl möglich. Schließlich sorgen sie dafür, dass auch wirklich nur die Wahlberechtigten ein Kreuz machen, überwachen das Wahlgeheimnis und zählen letztendlich die Stimmen aus: Die Rede ist von den zahlreichen Wahlhelfern. 300 davon gibt es allein in der Stadt Hameln. Zwei von ihnen, Kristina Bandow und Joachim Stefener, erzählen, wie sie zu diesem Ehrenamt kamen, warum sie über Jahre am Ball blieben und wie ihr Wahlsonntag abläuft.
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Trittin verteilt Sonnenblumen – Stadt schickt Rechnung Hameln (ni). Weil sie in der Fußgängerzone Sonnenblumen verschenkt und Flyer verteilt haben, wurden die Grünen von der Stadt Hameln jetzt zur Kasse gebeten: 150 Euro sollen sie berappen, – eine Sondernutzungsgebühr dafür, dass sie „öffentlichen Verkehrsraum in Anspruch genommen“ haben. Bürokratisch korrekt heißt es am Ende des Schreibens, „gegen diesen Bescheid kann innerhalb eines Monates Klage beim Verwaltungsgericht Hannover erhoben werden“. Der Kreisverband der Grünen hat’s getan, weil er nicht wissen konnte, dass die Rechnung eigentlich gar nicht hätte geschrieben werden dürfen.
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Noch zwei Tage buhlen sie um die Wählergunst Weserbergland (jhe). Ob an Ständen in den Fußgängerzonen, auf Podiumsdiskussionen oder im Gespräch mit den Bürgern – unermüdlich sind die fünf Kandidaten des Wahlkreises 47 bereits seit Wochen im Einsatz. Nun bleiben ihnen nur noch zwei Tage, um die Wähler von sich und ihrem Parteiprogramm zu überzeugen. Und wofür wollen sich die Kandidaten einsetzen, wenn sie es in den Bundestag schaffen?
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Dossier Wahlen
„Wir diskutieren die ganze Pause über Politik“ Hameln (jhe). Wenn sie am Sonntag ins Wahllokal gehen, ihren Stimmzettel abholen und sich in die Wahlkabine setzen, werden 208 Hamelner zum ersten Mal das politische Geschehen mitbestimmen können. Weitere 2656 junge Hamelner konnten zwar schon bei der letzten Landtags- oder EU-Wahl ihre Stimme abgeben. Aber auch sie dürfen am 27. September erstmalig über die Zusammensetzung des Deutschen Bundestags mitentscheiden.
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„Mit Wachstum aus der Wirtschaftskrise“ Von Brigitte Niemeyer
Hameln. Die gelben Papierfähnchen will niemand haben, und auch „Unsere Kanzlerin“ liegt wie Blei. Ein müder Blick auf die Broschüre mit dem Konterfei von Angela Merkel, dann widmet man sich wieder dem Gespräch mit dem Nebenmann. Es ist kurz vor halb vier, die Sonne scheint auf den Marktplatz, und am Wahlkampfstand der CDU warten Kommunalpolitiker und Funktionsträger der Partei auf Jürgen Rüttgers. Auf den Bänken vor der Hochzeitshaus-Terrasse vollzieht sich ein Besucherwechsel. Mütter und Väter stehen auf, nehmen ihre kleinen Kinder an die Hand und setzen ihren Stadtbummel fort, die Eltern-Generation der Eltern nimmt ihren Platz ein und will hören, was der nordrhein-westfälische Ministerpräsident zu sagen hat.
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Grüne setzen verstärkt auf Wirtschaftspolitik Aerzen (ll). Die rot-grüne Ente von Dr. Marcus Schaper bleibt an diesem Morgen auf dem Parkplatz vor seinem Wohnhaus stehen. Ein Problem mit der überhitzten Zündspule zwingt den promovierten Politikwissenschaftler dazu, auf einen Otto-Normal-Volkswagen als Wahlkampfmobil zurückzugreifen. Grüner Wahlkampfbesuch in der Versuchsgärtnerei in Aerzen des biologischen Pflanzenschutzmittelherstellers Neudorff: Die gelbe Sonnenblume in Firmen- und Parteiemblem ist nur eine Gemeinsamkeit, die beim Ortstermin deutlich wird.
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Ganz dicht dran und Welten auseinander… Von Birte Wulff
Hameln. Da sagt die eine Seite „Schön, dass Sie da sind“, und die andere Seite sagt im Prinzip das Gleiche: „Wir freuen uns, dass Sie hier sind.“ Damit meint aber die eine Seite „Schön, dass Sie bei uns in der Moschee sind“, und die andere „Schön, dass Sie in Deutschland sind“. Beide Seiten sind an diesem Nachmittag irgendwie zu Gast, um über „Integration“ zu sprechen, und finden nicht immer zueinander.
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Große Wahlplakate beschmiert: hohe Kosten Bad Münder (st). Landesweit beklagen die großen Parteien im laufenden Bundestagswahlkampf eine deutlich vermehrte Beschmierung der Großflächen-Wahlplakate im Gegensatz zu vorangegangenen Wahlen. Auch in Bad Münder haben Unbekannte die Tafeln mit den Konterfeis von Frank-Walter Steinmeier (SPD), Angela Merkel (CDU) und Guido Westerwelle (FDP) bekritzelt. Fadenkreuze über den Gesichtern der Spitzenpolitiker und Wörter wie „ohne euch“ und „Enttäuschung“ sind auf den Stellwänden an der Bundesstraße 442 am Eingang der Kernstadt und in den Ortsteilen zu sehen.
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Den Vater zum Vorbild und Vorliebe für Autos Von Birte Wulff
Hameln. Was ist denn das? Eine alte Ente auf der Auffahrt, Benzinfresser, Umweltverschmutzer statt des Richtung weisenden Elektroautos? Passt das zu einem Vorzeige-Grünen? Passt, findet Marcus Schaper, Autofan und Selbstschrauber, Baujahr ’72. Der 2CV, Baujahr ’78, verbrauche nämlich auch nur fünf Liter, begründet Schaper sein reines Gewissen. Häufig fahre er allerdings nicht mit diesem farblich als Wunschkoalitionskiste durchgehenden Modell Rot-Grün. „Notfalls machen wir noch die Stoßstange gelb“, sagt der Bundestagskandidat und spielt auf die seinen Augen zweitbeste Wahl nach der Wahl an, die „Ampel“. Bis jetzt leuchtet nur der Aufkleber auf der Kofferraumklappe gelb, ein Relikt aus den 80ern, immer aktuell: „Atomkraft, nein danke.“
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