Dossier Soziales
Warten und reden unterm neuen Dach Hameln (ni). Der Laden ist klein, seine Angebote sind gefragt und die Kunden daran gewöhnt, sich geduldig in die Warteschlange vor der Tür einzureihen. Einige halten sich an ihrem Hackenporsche fest, anderen hängt der leere Rucksack schlaff von den Schultern. Wenn Bewegung in die lange Reihe kommt, rutschen auch die zwischen den Füßen eingeklemmten Einkaufstaschen ein Stück mit nach vorne und kommen dem Ziel näher: einkaufen fast ohne Portemonnaie, einen kleinen Teil des Überflusses forttragen, um die Folgen der eigenen Armut zu mildern – bei der Hamelner Tafel an der Ruthenstraße treffen viermal in der Woche zwei Welten aufeinander.
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Seit 20 Jahren machen sie schon Hausaufgaben Salzhemmendorf/Lauen-stein (sto). Jana Lehnhoff weiß es aus eigener Erfahrung: Wer „Grips“ einsetzt, aktiviert seine grauen Zellen und verbessert seine schulischen Leistungen. „Auch bei der Wahl meines Berufes hat mir Grips geholfen“, ist die 17-Jährige überzeugt. Derzeit macht sie eine Ausbildung zur Erzieherin. Einen Teil ihrer Freizeit widmet die Salzhemmendorferin einigen Schülern, die ihre schulischen Leistungen mit der seit 20 Jahren bestehenden „Grips“-Hausaufgabenhilfe“ verbessern möchten.
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Unternehmen machen sich für die Tafel stark Emmerthal (ag). Wenn die Emmerthaler Außenstelle der Hamelner Tafel ab morgen im Dorfgemeinschaftshaus Emmern mit der Lebensmittelausgabe startet, haben viele Produkte, die über die Theke gehen werden, keinen weiten Weg hinter sich. Drei Emmerthaler Unternehmen sind Lieferanten der Hamelner Tafel und sorgen ab sofort dafür, dass neue Tafelkunden versorgt werden können.
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Mit guten Netzwerken gegen dunkle Kanäle Hessisch Oldendorf / Fischbeck/Fuhlen (doro). „Remittances“ – so lautet der englische Begriff für den Teil des Einkommens, den Migranten ihren Familien in der Heimat zukommen lassen. Für die Dritte Welt, aber auch für Schwellenländer sind diese Rücküberweisungen segensreich, denn mit dem Geld wird Armut gelindert, werden Existenzen gegründet. In den letzten Jahrzehnten sind die Summen weltweiter Rücküberweisungen stetig angestiegen – sie übersteigen die offizielle Entwicklungshilfe mindestens um das Doppelte.
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Wenn die Angst das Leben beherrscht Hameln (ni). Das Leben von Hartmut Pitzler spielt sich auf 33,2 Quadratmetern ab. Sein Körper und seine Seele fesseln ihn an diesen eng begrenzten Raum. Die Welt vor seiner Wohnungstür macht ihm Angst, sein starkes Übergewicht zusätzlich jeden Schritt zur Qual. Draußen – das ist für ihn der Ort, an dem ihn Panik überfällt und den er nur aushalten kann, wenn er vorher ein stark dämpfendes Medikament eingenommen hat.
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Mittendrin im Leben – und schön familiär Hameln (sto). Mit vielen Tüten kommen Bernd und seine Mitbewohner von ihrem Einkaufsbummel aus der Innenstadt zurück. Gut gelaunt öffnen sie die Tür ihres Wohnhauses. Im ganzen Haus riecht es nach frischer Farbe und frischem Holz. „Ich nehme den Fahrstuhl. Laufen ist mir zu anstrengend“, sagt Gesa und steigt in einen Aufzug. Bärbel und einige andere folgen ihr. Bald ist der Aufzug voll, und ab geht’s nach oben, wo die insgesamt zwölf 20- bis 57-jährigen Bewohner auf drei Etagen ihre Zimmer eingerichtet haben.
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Die Barrieren für Behinderte sollen fallen Hameln (tk). Oft sind es nur kleine Stolpersteine, mitunter aber auch große Hindernisse, die Menschen mit Behinderungen den Alltag schwer machen – auch im Landkreis Hameln-Pyrmont. Damit unnötige Barrieren beiseite geschafft werden und betroffene Mitbürger leichter Unterstützung finden, hat sich Anfang Februar der Behindertenbeirat konstituiert. Jetzt wollen die Vertreter von Vereinen und Gemeinden Dampf machen. Wer übernimmt welche Aufgabe, vertritt welche Gruppe und hat welche Absichten?
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1000 Gäste gaben Gas für Kinder Hameln (fn). „Ich geb‘ Gas, ich will Spaß!“ Top-Act Markus gab auf der DRK-Benefiz-Party in der Hamelner Rattenfängerhalle wirklich alles und sorgte dafür, dass es den über 1000 Gästen, von denen die meisten DRK-Mitglieder oder Mitarbeiter waren, getreu dem Veranstaltungsmotto „… dann geht’s uns gut“ an diesem Abend auch gut ging. Mit seiner Aktion will der DRK-Kreisverband sich langfristig für die Bekämpfung der Kinderarmut in der heimischen Region einsetzen.
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Bei Türkisch-Pop hält es keine auf den Stühlen Hameln (amg). Leise und langweilig geht es wahrlich nicht zu an diesem türkischen Abend, der um 17 Uhr beginnt und gegen Mitternacht enden wird. Dabei ist nicht einmal großes Programm angesagt: Üppiges Mahl in „Picknick-Form“ (jeder bringt was mit), lebhafte Schwätzchen – und ja, doch: Natürlich darf temperamentvolles Tanzen zu orientalischen Klängen nicht fehlen! Und auch beim schwungvollen Bauchtanz gilt: Das Programm dieser etwas anderen Disco, das gestaltet sich praktisch von selbst durch die Performance, die jede einzelne Frau aufs Parkett bringt.
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Pflege im Weserbergland: Von Note eins bis vier Weserbergland (TT/beb). Der Pflege-TÜV ist auch im Weserbergland aktiv: Von „sehr gut“ bis „ausreichend“ reichen die Noten für die bislang geprüften Altenpflegeeinrichtungen. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) hat im Bereich von Bodenwerder, Lügde, Hameln und Schaumburg bereits 23 Einrichtungen getestet. Bewertet wird nach Art von Schulzensuren in einer Gesamtnote zwischen „sehr gut“ (1,0) bis „mangelhaft“ (5,0). Der bisherige Durchschnittswert im Weserbergland liegt bei 2,22.
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Hilfe bei Depressionen Weserbergland (kv). Im Verein „die Brücke“ in Hameln engagieren sich ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter für psychisch Kranke und deren Angehörige. Sie bieten Gesprächskreise und Beratung, sie unterstützen Aktionen und Treffen. Bitte unterstützen auch Sie diese wichtige Arbeit.
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Lions Club fördert soziale Projekte mit 33 000 Euro Hameln (kar). Es gibt Projekte, die kommen so gut an, dass sie (fast) zum Selbstläufer werden: Der Adventskalender für den guten Zweck, den der Lions Club Hameln seit Jahren vor dem Weihnachtsfest herausbringt, ist so ein Projekt. „Es wird schon nach dem Kalender gefragt, bevor er überhaupt gedruckt ist“, sagt Lions-Präsident Stephan Rohmann. Die Käufer wissen: Jeder der fünf Euro, die dieser Kalender kostet, ist gut investiert, auch wenn man keinen der attraktiven Preise ergattert, die sich hinter den Türchen verbergen.
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Die Hilfe anderer wusste er stets zu schätzen Diedersen/Coppenbrügge (sto). Seit einem schweren Arbeitsunfall 1996 ist Dirk Pieper auf den Rollstuhl angewiesen. Durch den eigenen Lebensmut und mit Unterstützung seiner Familie sowie seiner Freunde gelang es ihm, sein so plötzlich verändertes Leben in den Griff zu bekommen und den Alltag zu meistern. Die Hilfe anderer, in welcher Form auch immer, hat er zu schätzen gelernt.
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Schüler der HLA beweisen: Das soziale Engagement in Hameln lebt Von Lukas Stock
Hameln. Jugendliche, die sich in Vereinen oder sozialen Einrichtungen engagieren und andere Menschen unterstützen – eine Idealvorstellung der Gesellschaft. Doch immer weniger Jugendliche engagieren sich ehrenamtlich. Umso erfreulicher ist, dass Schüler der Handelslehranstalt (HLA) Hameln ein Konzert veranstaltet haben, um das Gegenteil zu beweisen und für den guten Zweck zu sammeln. Unter dem Motto: Musik verbindet.
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Verbunden mit einem Unbekannten Hameln (jhe). Manchmal kommt es Lars Trant so vor, als werde er für etwas belohnt, wofür er eigentlich kaum etwas geleistet hat. Für den 23-jährigen Hamelner mit den kurzen aschblonden Haaren war es nur „eine weitere Möglichkeit, mit wenig Aufwand etwas zu bewegen und anderen Menschen zu helfen“, als er sich bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registrieren ließ.
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Die Dankbarkeit der Sterbenden ist ihr Lohn Von Sabine Brackhan
Bad Pyrmont. Der peruanische Schriftsteller Sergio Bambaren Roggero hat in seinem Roman „Der träumende Delphin“ geschrieben: „Vielleicht bedeutet Liebe auch lernen, jemanden gehen zu lassen, wissen, wann es Abschied nehmen heißt. Nicht zulassen, dass unsere Gefühle dem im Weg stehen, was am Ende wahrscheinlich besser ist für die, die wir lieben.“
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Geld und Arbeit können junge Leute vor dem Knast bewahren Hameln (git). Zahlen statt sitzen: Die Gefangenenhilfsorganisation Resohelp will straffällige Jugendliche davor bewahren, ins Gefängnis gehen zu müssen, weil sie eine verhängte Geldstrafe nicht zahlen können. „Wir prüfen, ermitteln und vermitteln“, erklärt Resohelp-Mitarbeiter Michael Karin das Prinzip „Geldverwaltung statt Ersatzfreiheitsstrafe“. „So ist am Ende oft eine angemessen Ratenzahlung für unseren Klienten möglich“, ergänzt Monika Koschany. Auch die Umwandlung der Geldstrafe in gemeinnützige Arbeit könne eine Lösung sein.
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„Seuchengefahr wird von Tag zu Tag größer“ Port-au-Prince (red). Sie nennen ihn den Berg der Hoffnungslosen – an seinem Fuße campieren mehr als 75 000 Menschen. Und täglich werden es mehr. Es sind Überlebende des schweren Erdbebens, das Haiti vor drei Wochen fast völlig zerstört hat. Seit Sonnabendmittag betreibt das Rettungsteam der heimischen Hilfsorganisation „Interhelp“ in diesem „Camps de Réfugiés“ im Vorort Pétion Ville einen eigenen medizinischen Stützpunkt. Die Zeltklinik, die mithilfe des Vereins „Demira – Deutsche Minenräumer“ errichtet wurde, trägt den Namen „Hameln Hospital“.
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Das Elend in Haiti bewegt – und öffnet viele Geldbörsen Hameln (red/git). Das Leid ist unermesslich, die Not unvorstellbar: Knapp zwei Wochen nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti mit mindestens 150 000 Toten und riesigen Zerstörungen ist die Lage in dem gebeutelten Karibikstaat nach wie vor katastrophal. Die Zahl der Obdachlosen steigt, mehr als eine Million Menschen leben unter freiem Himmel oder in Notunterkünften. Weltweit hat das Elend der Haitianer die Menschen zutiefst berührt, eine beispiellose Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst – auch in Hameln.
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Kein Vergnügen: „Platte machen“ im Winter Hameln (sto). Schorsch kommt zurecht. Auch ohne Dach über dem Kopf. „Meistens schlafe ich draußen“, sagt der Süddeutsche. Doch alles hat seine Grenzen, auch das „Platte machen“: „Die Kälte halte ich einfach nicht aus“, sagt der 48-Jährige. Nur für wenige Tage hielten sich die Temperaturen knapp über Null. Die nächste Kältewelle rollt bereits heran. Schorsch ist seit 1984 obdachlos. Damals sei er, obwohl verheiratet und Vater zweier Kinder, aus der Gesellschaft ausgestiegen. Ihm sei alles „über den Kopf gewachsen“. Sesshaft möchte er nicht mehr werden.
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