Aktuelles Bodenwerder

Glaubenskrieg über das richtige Tourismuskonzept

Martina Meyer-Paff setzt auf das traditionelle Gästeverzeichnis für einen regionalen Tourismus.

In Bodenwerder tobt seit Monaten ein Glaubenskrieg über das richtige Tourismuskonzept: Erholungsurlauber oder Drei-Tage-Gäste? Wie soll sich die Münchhausenstadt in Sachen Tourismus richtig ausrichten? Von Joachim Zieseniß

Regional und traditionell mit dem Fokus auf Tourismus-Anbieter in der Samtgemeinde? Oder überregional in einem Gebiet, das den Oberweserabschnitt vom Vogler bis zum Reinhardswald umfasst? Gekämpft wird mit harten Bandagen und Argumenten, für die sich derzeit zwischen den beiden Lagern noch kaum Konsensmöglichkeiten finden lassen.

„Die freundlichen Gastgeber & Co“ nennt sich der Zusammenschluss von rund 30 Anbietern von Gästewohnungen, die überwiegend in der Stadt Bodenwerder ansässig sind und ein knappes Drittel der Gastgeber in der Samtgemeinde repräsentieren. Sie lehnen den Anschluss der Samtgemeinde an die Soling-Vogler-Region (SVR), von der die Samtgemeinde Bodenwerder-Polle seit knapp einem Jahr unter der Dachmarke Weserbergland, sein Tourismus-Marketing gemeinsam mit elf weiteren Oberweser-Orten managen lässt, als einziges Standbein der Tourismus-Werbung ab.

Martina Meyer-Paff, Betreiberin einer Ferienwohnung in Bodenwerder nennt die Gründe: „Wir wollen auch weiterhin regional werben, weil wir für unsere Langzeitgäste auch auf unsere regionalen Angebote und Vorzüge hinweisen wollen.“ Will heißen: Man setze weniger auf Wandertourismus für eine aktive jüngere Zielgruppe oder Gruppenreisen mit kurzer Verweildauer, sondern auf den für Bodenweder und Polle länger bleibenden Erholungsgast, der in kleinstädtischer Idylle relaxen und entschleunigen will.

Warum eine Analyse gegen die Einschätzung der „freundlichen Gastgeber“ spricht und welches Urlauberpotenzial es erhebt, lesen Sie in der Dewezet.

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