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Weserbund fordert Salzpipeline zur Nordsee

Weserbergland (red). Der Weserbund hat erneut eine Pipeline für den direkten Transport der Salzabwasser des Kaliproduzenten K+S aus den Werken in Thüringen und Hessen zur Nordsee gefordert. Nur dadurch könnten Werra und Weser über 450 Flusskilometer weitgehend salzfrei werden, sagte der Vorsitzende Klaus Wedemeier (SPD), beim „Wesertag 2012“ in Hann. Münden.

Erforderlich seien grundsätzliche Lösungen, so Wedemeier, die zu einer nachhaltigen Verbesserung der Situation beider Flüsse führen. Der Weserbund begrüßt nach Aussagen seines Vorsitzenden die geplanten Investitionsmaßnahmen von K + S Kali in Höhe von rund 360 Millionen Euro, die zu einer Verringerung der Salzkonzentration in Werra und Weser um etwa 30 Prozent führen sollen. Aber auch wenn alle technisch machbaren Maßnahmen zur Verringerung der Salzabwässer durchgeführt sind, bleibt nach Aussage von Klaus Wedemeier die Problematik, dass die restlichen, technisch nicht vermeidbaren Abwässer umweltgerecht entsorgt werden müssen.

Unterdessen tritt das Planfeststellungsverfahren zum Bau und Betrieb einer Salzwasserleitung von Neuhof nach Philippsthal in die nächste Verfahrensphase. Auf der Grundlage des Verwaltungsverfahrensgesetzes soll die behördliche Entscheidung über den beantragten Bau und Betrieb einer Rohrleitung sowie die Einleitung salzhaltiger Wässer in die Werra vorbereitet werden.  Die Fachgutachten hätten nachgewiesen, dass die Alternativen zur Rohrleitung entweder keine nachhaltige Lösung darstellen, technisch nicht realisierbar sind oder mit schwerwiegenden ökologischen Nachteilen verbunden sind. Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) lehnt den Bau einer Nordsee-Pipeline nach Angaben seiner Pressestelle dagegen weiterhin ab, unter anderem wegen der hohen Kosten von geschätzt rund 500 Millionen Euro und der zu erwarteten langen Verfahrensdauer. Außerdem habe das Ministerium ökologische Bedenken. Wenn Kalisalz in konzentrierter Form in die Nordsee gelange, könnte dies den dort lebenden Organismen möglicherweise schaden, sagte eine Sprecherin. . K+S solle lieber an einer weiteren Reduzierung der Salzabfälle am Entstehungsort arbeiten.

Artikel vom 28.11.2011 - 18.09 Uhr
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