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Nach „Chaos“ in Thal stellt Butte ForderungenHameln-Pyrmont (tk/dpa). Nach den Problemen, die der Landkreis mit der Unterbringung des aus der Sicherheitsverwahrung entlassenen Ex-Häftlings in Thal hatte, fordert Landrat Rüdiger Butte jetzt eine bessere Zusammenarbeit der Bundesländer. „Wir brauchen in Zukunft adäquate Anlaufstellen, die Anfragen zur Unterbringung von als gefährlich eingestuften Ex-Häftlingen koordinieren“, sagte Butte gestern. Und auch die Kommunen sollen nach Buttes Vorstellung besser in die Verfahren eingebunden werden. „Sonst endet das jedes Mal wieder im Chaos.“ Insbesondere hält Butte den Behörden vor, dass der für die Heimaufsicht zuständige Landkreis und die Kommune nicht über ein entsprechendes Verfahren informiert wurden. Da für die nahe Zukunft ähnliche Fälle angekündigt seien, fordert Butte von Justizminister Bernd Busemann „ein zeitnahes Handeln“. Es müssten „einheitliche Verfahrensregeln, die auf Länderebene im Einvernehmen mit dem Bundesjustizministerium zu definieren sind“ gefunden werden. Außerdem müsse geprüft werden, ob bundesweit eine ausreichende Zahl von geeigneten Anlaufstellen für Ex-Sicherungsverwahrte vorhanden ist. In Thal hatten die Bedingungen für eine Unterbringung nicht gestimmt. Für Gewalttäter seien neben einer Tagesstrukturierung auch psychiatrische und psychotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten zwingend notwendig. „Diese Anforderungen erfüllt bisher keine Einrichtung in Hameln-Pyrmont“, heißt es bei der Pressestelle des Landkreises