Holzminden
Polizei fährt Smart – auch für den guten ZweckDer kleine David durfte im Smart von Polizeichef Uwe Lange mitfahren. Foto: cst
Höxter (cst). Verwundert rieb sich am Sonnabendmorgen mancher Autofahrer die Augen. Auf der anderen Straßenseite kam ihm ein nicht enden wollender Autokorso entgegen – 138 Kleinwagen der Marke Smart reihten sich aneinander. Bereits zum fünften Mal trafen sich die Smart-Fans aus der ganzen Republik in Höxter, um gemeinsam über ihr Lieblingsauto zu fachsimpeln und um ganz nebenbei etwas Gutes zu tun. So saßen in vielen Autos Kinder, die an Muskelschwund erkrankt sind. Mit der Ausfahrt durchs Weserbergland stand für die Kids das absolute Highlight im Ferienprogramm der Asklepios Weserberglandklinik an.
„Es ist inzwischen eine schöne Tradition geworden, dass sich alle Smart-Fahrer hier treffen“, so der Geschäftsführer der Weserberglandklinik, Oleg Giese. Im Rahmen des Ferienprogramms der Klinik, einst ins Leben gerufen vom Smart Club Hamburg, sorgte der Ausflug mit den bunten Flitzern für viel Spaß. Der kleine David etwa, hatte an diesem Tag sicherlich den aufregendsten Beifahrersitz erwischt. Er durfte im Polizei-Smart von Holzmindens Polizeichef Uwe Lange Platz nehmen. Und der elfjährige Ufuk, der sonst an den Rollstuhl gebunden ist, fuhr in der rassigen Sportedition, dem Smart Roadster. Hupend und winkend ging es über Corvey, Holzminden, Bevern und Reileifzen zum Gelände der Bundeswehr in Höxter. Dort konnten Fahrer und Kinder den riesigen Bundeswehrfahrzeugen einmal ganz nah sein. Für Oberstleutnant Göbel war es eine Selbstverständlichkeit, die Türen der General-Weber-Kaserne zu öffnen.
Alles gut gelaufen – nur eine Panne
Viel Aufmerksamkeit erregte der Feuerwehr-Smart aus Warendorf, der mit Blaulicht und Martinshorn die Kinder magisch anzog. Und auch Höxters stellvertretende Bürgermeisterin Heide Schleip verriet, dass sie seit Ostern diesen Jahres glückliche Besitzerin eines Smarts ist. Nach dem Event zeigten sich alle Organisatoren und Teilnehmer zufrieden. „Wir hatten keine größeren Pannen und der Konvoi blieb bis auf kleine Ausnahmen immer zusammen. Nur bei einem Smart streikte der Anlasser und musste an Ort und Stelle wieder fitgemacht werden“, so Autohaus-Chef Thomas BeinFeke. Auch Ingo Volkmann vom Smart Club Hamburg war begeistert. „Laut Internet ist dieses eines der herausragenden Smart-Treffen in ganz Deutschland – stimmt!“
Der Tag endete mit einer weiteren Ausfahrt über Ovenhausen und Ottbergen. Das Schönste für alle Fahrer war jedoch die Gewissheit, dass die Kinder für ein paar Stunden ihre Krankheiten vergessen konnten.