Aktuelles Hessisch Oldendorf

Längst kommen nicht nur Bremer Schulklassen
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Friedrichsburg (ah). „Bei Ihnen waren wir in guten Händen“, steht auf der ersten Seite eines Gästebuches, geschrieben Ende März letzten Jahres von einem Viertklässler aus Bremen. Eine sechste Klasse aus Bremen verewigt sich mit den Worten: „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah – stammt von Goethe, ist doch klar. Doch an welchen Ort er dachte, wissen wir seit diesem Mai: Friedrichsburg gepriesen sei.“
 Das Gästebuch des Schullandheims mit den zwei Türmen und Flügeln am Südhang des Rumbecker Berges dokumentiert, dass die Unterkunft in traumhafter Lage 2009 fast durchgehend belegt war. Das Haus, 1963 von der Neuen Heimat gebaut und drei Schulen in einem sozialen Brennpunkt in Bremen geschenkt, untersteht heute dem Schullandheimverein Neue Vahr Bremen. Da für Bremer Schulen die Anreise mit 170 Kilometern relativ weit und mit entsprechenden Fahrtkosten belastet ist, scheuen manche den Weg. „Daher möchten wir verstärkt auch Schulen aus der Region nach Friedrichsburg holen“, erklärt die Vorsitzende Anja Garbe und fügt hinzu: „Unser Haus steht aber auch für Ferienfreizeiten unterschiedlichster Träger, für Vereine und private Gruppen offen.“
 Das hat sich herumgesprochen: Firmen halten Seminare, Vereine aus der Umgebung ihre Mitgliederversammlungen ab, Chöre und Orchester reisen für Probenwochenenden an, Wandergruppen kehren nach Anmeldung zum Essen ein. Das Gästebuch gibt Auskunft über unvergessliche Geburtstags- und Konfirmationsfeiern inmitten herrlicher Natur – mit und ohne Bewirtung. „Für Selbstversorger wird in Kürze eine neue, größere Küche eingebaut“, verspricht Ralf Fröhlking. Seit März 2009 ist er Heimleiter, seine Lebensgefährtin Petra Klopottek ist Hauswirtschafterin. Für die beiden, die mit ihrem Hund aus Hannover ins Sonnental gezogen sind, war das eine Herausforderung. Doch sie genießen die „Aktion“, wenn das Haus voll belegt ist ebenso wie die „absolute Ruhe“ im Winter, fühlen sich einfach wohl in ihrer neuen Heimat.  Anja Garbe ist glücklich über die gute Teamarbeit mit den neuen, von vielen Gästen gelobten Herbergseltern. Gemeinsam wurden Veränderungen geplant wie die Neugestaltung der Fassade, die Erweiterung um einen behindertengerechten Schlafraum für sieben Personen und damit die Aufstockung der Schlafplätze auf 84. Momentan werden alle Sechs- und Siebenbettzimmer und die fünf Begleiterzimmer mit neuen Bettdecken und Kopfkissen ausgestattet. Ralf Fröhlking nutzt die Winterpause für Instandsetzungsarbeiten. Zudem hat er in den mit Wasserspender, Kühlschrank, Wasserkocher und Kaffeemaschine bestückten Tagesräumen Stereoanlage, Beamer, Leinwand, DVD-Player, Tafeln und Flipcharts installiert.
Artikel vom 09.02.2010 - 15.40 Uhr

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