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Zum Schutz der Innenstadt: Möbel Heinrich will wachsen - und darf nichtWeil Möbel Heinrich Produkte anbieten will, die per Landesordnung nur zum Verkauf in der Innenstadt vorgesehen sind, kann das Möbelhaus vorerst nicht so wachsen, wie geplant.
Hameln (ni). Möbel Heinrich möchte in Hameln expandieren. Die Stadt steht dem Projekt ausgesprochen wohlwollend gegenüber. Dennoch gibt es Probleme: Wegen der Vergrößerung der sogenannten Randsortimente könnte es Ärger mit dem Landkreis geben.
9000 Quadratmeter groß ist das Möbelhaus am Multimarkt zurzeit, auf rund 19 000 Quadratmeter will es wachsen und auf der zusätzlichen Fläche nicht nur Wohnzimmer, Schlafzimmer und Küchen präsentieren. Dem allgemeinen Trend der Branche folgend, sieht das Konzept auch vor, das Angebot an Wohnaccessoires zu erweitern: Lampen, Gläser, Gardinen, Küchenutenslilien, Kerzenhalten oder Bettwäsche. Doch diese Produkte fallen unter das sogenannte „zentrenrelevante Angebot“, und das soll es primär in Geschäften der Innenstadt geben. Das Land Niedersachsen hat in seinem Landesraumordnungsprogramm (LROP) der Ausweitung solcher zentrenrelevanten Angebote vor den Toren der Stadt enge Grenzen gesetzt. „Nicht mehr als zehn Prozent der Gesamtfläche und höchstens 800 Quadratmeter“ darf das es bei neuen Einzelhandels-Großprojekten ausmachen.
Trotz mehrfacher Eindampfungen, Möbel Heinrich liegt mit seiner Quadratmeterzahl immer noch über der Vorgabe durch das LROP. Aus Sicht der Stadt „ist eine solche Begrenzung nicht praktikabel“, sagt Dieter Mohr, der Hamelner Stadtplaner. Schließlich sei es im Interesse der Stadt, dass Hameln ein für die Region attraktiver Möbel-Standort bleibe, also „müssen wir dem Unternehmen auch die Erweiterung ermöglichen“.
Wie die Stadt den wirtschaftlichen Interessen des Unternehmens entgegenkommen will, das lesen Sie in der Dewezet.