Aktuelles Coppenbrügge - Salzhemmendorf
Anfangs war noch der Waldboden die BühneOsterwald (sto). Lachen ist bekanntlich die beste Medizin. Es färbt den grauen Alltag bunt und vertreibt Kummer und Sorgen. Ob Fritz Schmidt und Karl-Heinz Niemeyer diese alte Volksweisheit im Sinn hatten, als sie 1950, gerade mal fünf Jahre nach Kriegsende, im Bergort die „Laienspielschar Osterwald“ gründeten?
Diese Frage können die beiden Osterwalder Lehrer nicht mehr beantworten, da sie bereits verstorben sind. „Ich glaube aber doch, dass das einer der Beweggründe gewesen war, denn Heiterkeit und Unbeschwertheit waren damals Mangelware“, weiß Karl Meyer. Der 77-Jährige gehörte zu den Mitwirkenden der ersten „Bühnenstunde“. Niemand habe damals geahnt, dass sich das Laienspiel in Osterwald zu einer festen Institution entwickeln werde. Die Freilicht- und Waldbühne Osterwald, die sich mittlerweile „Osterwaldbühne“ nennt, feiert in diesem Jahr ihr 60-jähriges Jubiläum.
Karl Meyer war gerade 18 Jahre alt, als er die „Bretter, die die Welt bedeuten“, zum ersten Mal betrat. Die Bretter sind nur symbolisch gemeint, denn Bühnenuntergrund war damals ein mit Laub bedeckter Waldboden. Bänke, wie sie heute fest installiert sind, gab es auch noch nicht unterhalb des zum ehemaligen Bergwerk gehörenden Badehauses. „Von einer nahe gelegen Gastwirtschaft haben wir Stühle geholt und sie aufgestellt“, erinnert sich Karl Meyer. Als Malermeister hat er damals auch beim Kulissenbau mitgewirkt.
Die ersten beiden Vorstellungen fanden statt am Sonntag, 2. September 1951.