Aktuelles Bodenwerder

Vernissage im Münchhausen-Museum

Bodenwerder (cd). Marlies Deike aus Polle und Christa Böhm aus Holzminden kommen regelmäßig zum Malen ins Kreativzentrum nach Bodenwerder. „Schon in der Schule habe ich früher meine Hefte voll gemalt und dann dafür eine Strafe vom Lehrer kassiert“, erinnert sich Marlies Deike. „Heute freue ich mich, meine Werke sogar ausstellen zu können.“ Es ist bereits die vierte Ausstellung im Münchhausenmuseum in der Schulenburg und die 15. der Kunstgruppe insgesamt.

Mit einem Zitat von Nikolaj Tolstoi eröffnet Detlev Peipelmann vom Kreativzentrum Bodenwerder die Vernissage seiner Gruppe von Hobbykünstlern aus der Region: „Kunst ist nicht Offenbarung irgendeiner geheimnisvollen Idee des schönen Gottes, sondern sie ist ein für das Leben und das Glückstreben der Menschheit unentbehrliches Kommunikationsmittel, das die Menschen durch ein und dasselbe Gefühl vereint.“
 Zur Eröffnung waren alle gekommen: Museumsleiter Werner Koch freute sich, am Wochenende den 10 000. Besucher seines Museums zu begrüßen. Christa Übelacker, Vorsitzende der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) und Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Schmidt lobte das Engagement und die Werke der Gruppe. Peipelmann selbst: „Es steckt viel mehr in den Bildern als das, was nur auf den ersten Blick erkennbar ist“, sagte der gebürtige Berliner. „Ich versuche bei jedem einzelnen, sein Talent zu fördern und ihn zu fordern.“ Der Wahl-Rühler kam 1994 zunächst als Malerei-Betriebsleiter nach Fürstenberg und ist seitdem vom Weserbergland fasziniert. Man merkt sofort, mit wie viel Herzblut er bei seinen Schülern die Leidenschaft fürs Malen und Zeichnen entfacht. Und so lassen sich kreative Werke aus Impressionismus und Naturalismus, aber auch Abstraktes finden. Darunter zum Beispiel ein Porträt der Großmutter, eine toskanische Sommerlandschaft oder verschiedenste Blumenmotive wie Brautsträuße und Rosen.
 Ein Anliegen Peipelmanns ist es, insbesondere auch Jugendliche für Kreativarbeiten zu gewinnen, damit sie nicht nur ihre Freizeit vorm Computer verbringen. „Malen statt Gameboy“ brachte es Bürgermeister Schmidt auf den Punkt.

Die Ausstellung der Kunstgruppe ist täglich bis zum 4. September im Münchhausen-Museum zu sehen.

Artikel vom 19.07.2010 - 12.25 Uhr
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