Aktuelles Pyrmont
Blinden Skatspielern macht keiner ein U für ein X vorVon Dagmar Nickelsen
Bad Pyrmont. Es ist so still im Raum, das man die berühmte Stecknadel fallen hören könnte. Ab und zu klatscht eine Karte auf den Tisch, der Ausspieler sagt an „Karo As“ - dann ist es wieder ruhig. Die Spieler befühlen ihre Karten auf der Hand hoch konzentriert, ehe sie ausspielen. Alles dauert ein bisschen länger hier im Kursanatorium am Königsberg beim 28. Norddeutschen und 4. bundesoffenen Skatturnier für Kriegsblinde.
Man kennt sich. Die Spieler aus Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein messen sich seit Jahren bei diesem Turnier. Sehende staunen oft nicht schlecht, was Blinde mit den ihnen verbliebenen Sinnen für Leistungen auf vielfältigen Gebieten zu vollbringen imstande sind. Dank der Punktschrift von Louis Braille gehört das Skatspiel für die Nichtsehenden auch zu den Dingen, die für sie ein Stück Normalität bedeuten.
Diese Karten werden mit Symbolen markiert, die auf einer durchsichtigen Folie eingeprägt sind. Die Symbole sind aus kleinen Punkten zusammengesetzt und stehen wie die Kartenwerte diagonal an den Ecken gegenüber.
Die ganze Geschichte lesen Sie in unserer Printausgabe