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Zehntscheune bietet nach Umbau Platz für KulturHämelschenburg (cb). Beim Blick auf die historische Zehntscheune gerät Schlossbesitzer Lippold von Klencke immer wieder ins Schwärmen. „Wunderbar“, sagt er und zeigt die „vollständig erhaltene Fassade – prägend für die Zeit der Weserrenaissance“. Seit über zehn Jahren gibt es Überlegungen, das 1593 errichtete Gebäude umzubauen. Seit 1983 wurde die Zehntscheune als Maschinenhalle landwirtschaftlich genutzt, bevor sie ab 1998, als die anderen Gebäude des Wirtschaftshofes gegenüber dem Schloss in Hämelschenburg als Besucherzentrum ausgebaut worden war, leer stand. Die Schlossbesitzer steckten 90{FSPACE}000 Euro in das alte Gemäuer, um es künftig für kulturelle Zwecke zu nutzen. Dabei sei überlegt worden, wie der Umbau mit dem Denkmalschutz vereinbar sei, die Kosten finanzierbar blieben und ein Nutzungskonzept wirtschaftlich sei, erläutert von Klencke.
Um die Scheune für kulturelle Zwecke nutzen zu können, mussten die undichte und über 200 Jahre alte westliche Toröffnung und die nördliche Stahltür denkmalgerecht gestaltet sowie der unbefestigte unebene Boden erneuert werden. Damit die Toiletten im benachbarten Besucherzentrum erreicht werden können, gibt es nun zu diesem Gebäude eine Verbindungstür. Der 380 Quadratmeter große Raum bietet sich laut Schlossbesitzer wegen des sehr reizvollen und authentischen Ambientes und der vorhandenen Infrastruktur für Theater-, Musik- und Vortragsveranstaltungen für bis zu 350 Besucher sowie für Ausstellungen an.