Feuerwehreinsatz im Schloss Schwöbber: Freiwillige aus drei Orten verhinderten Schlimmeres. Foto: ube
Schwöbber (ube). Weil sich Ruß im Schornstein des Kamins im Rittersaal von Schloss Schwöbber entzündet hatte, sind am Mittwochabend drei Feuerwehren ausgerückt. Die Freiwilligen mussten sehr behutsam vorgehen. Schlotbrände sind extrem heiß – und: Sie können nicht mit Wasser gelöscht werden.
Experten wisse: Bei Temperaturen von mehr als 1000 Grad würde sich die Flüssigkeit explosionsartig ausdehnen und den Schornstein sprengen. Aus einem Liter Wasser entstehen schlagartig 2000 Liter Wasserdampf. Um 18.12 Uhr wurde die Feuerwehr telefonisch zu Hilfe gerufen. Die Feuerwehren Königsförde und Aerzen rückten aus, erkundeten die Lage im Hotel. Zehn Zimmer wurden kontrolliert – dabei kam auch eine Wärmebildkamera zum Einsatz.
„Erste Fegemaßnahmen konnten aufgrund der starken Rauchentwicklung und des Funkenfluges nur unter Atemschutz durchgeführt werden“, berichtet Feuerwehrmann Sebastian Bohne aus Aerzen. Ortsbrandmeister Andreas Uthe leitete den Einsatz – er ließ um 19.24 Uhr auch die Feuerwehr Grupenhagen alarmieren. Der Schlot spuckte zu diesem Zeitpunkt immer noch viel Feuer. Zum Schutz einer mit Holz beplankten Dachterrasse und des Spitzbodens wurden lange Schlauchleitungen verlegt.
Eine Evakuierung war nicht erforderlich. Lediglich Gästen aus zwei Zimmern seien vom Hotel andere Räume angeboten worden, so Uthe. Feuerwehrleute unterstützten einen ebenfalls alarmierten Schornsteinfeger später bei den Reinigungsarbeiten.