Aktuelles Aerzen - Emmerthal
Photovoltaik: Feuerwehr vor SchwierigkeitenAerzen (tis). Die Technologie findet auch in der Gemeinde Aerzen immer häufiger Verwendung: das kleine Kraftwerk auf dem Dach, die Photovoltaikanlage. Was Hausbesitzer freut, kann für die Feuerwehren im Ernstfall eine große Gefahr bedeuten. „Die Photovoltaikanlagen liefern permanent Strom, auch bei bedecktem Himmel“, sagt Aerzens Gemeindebrandmeister Eckhard Bode. „Das müssen wird bedenken, wenn wir im Bereich einer solchen Anlage tätig werden“.
Egal, ob öffentliche Gebäude, landwirtschaftliche Anwesen oder private Wohnhäuser, immer häufiger sind großflächige Anlagen zur alternativen Stromgewinnung auf den Dächern zu finden. Im Brandfall drohen erhebliche Gefahren, sagt Bode. Denn diese Anlagen produzieren fortwährend Strom – auch dann, wenn die Hausstromversorgung bereits vom Netz getrennt worden ist. Bis zu 1000 Volt fließen in den Leitungen der Photovoltaikanlage, die meist vom Dach bis in den Keller führt. „Kommt es zu einem Brand, dann kann der Strom in diesen Leitungen nicht einfach abgeschaltet werden. Es gibt dazu noch keine technischen Vorrichtungen“, erklärt der Gemeindebrandmeister. Die Einsatzkräfte müssen also damit rechnen, dass sie beim Löschen einen Stromschlag erleiden. Mehr noch: Wenn Löschwasser durch das Gebäude läuft, könne es ebenso unter Storm stehen. „In solchen Fällen muss unbedingt Fachpersonal hinzugezogen werden“, erklärt Eckhard Bode.
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