Mox-Brennelemente sollen aus dem britischen Sellafield zum AKW in Grohnde transportiert werden.
Grohnde (cb). In das Hickhack um den Transport von Mischoxid (Mox)-Brennelementen zum AKW Grohnde kommt wieder Bewegung.
Das Bundesamt für Strahlenschutz als Genehmigungsbehörde bestätigte Berichte, dass das Unternehmen Nuclear Cargo Services (NCS) seinen Antrag für den Transport von Mox-Brennelementen aus dem britischen Sellafield über den Hafen in Bremen nach Grohnde durch bremisches Territorium zurückgezogen hat. Nach Medienberichten beantragte die NCS stattdessen für März eine andere Route über das deutsche Straßennetz, nachdem die Brennstäbe über einen ausländischen Hafen angeliefert werden sollten.
Hintergrund: Der rot-grüne Senat in Bremen will Atomtransporte durch die Hansestadt verbieten. Anti-Atom-Gruppen und Umweltverbände aus dem Weserbergland und aus Nordrhein-Westfalen fordern die Bundesregierung sowie die Landesregierungen in Düsseldorf und Hannover auf, die gefährlichen plutoniumhaltigen Transporte über ihr Gebiet zu verhindern. Es wäre der erste Transport mit gefährlichen plutoniumhaltigen Mox-Brennelementen durch Deutschland seit Juli 2009, teilten sie am Dienstag mit. Die Anti-Atomkraft-Initiativen aus NRW und Grohnde werden nach eigenen Angaben auf einer Landeskonferenz am 21. Januar in Oberhausen über gemeinsame Widerstandsaktionen gegen die Transporte beraten.