Aktuelles Aerzen - Emmerthal
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Linsen erleben Renaissance im Weserbergland

Aerzen (ag). Linsensuppe hat so ziemlich jeder schon mal gegessen und auch davon gehört, dass im Alten Testament Jakob seinem Bruder Esau das Recht des Erstgeborenen mit einem Linsengericht abkauft hat. Heute hat sich das Image der Linse vom Arme-Leute-Essen zum Liebling der Sterneköche gewandelt. Aber woher kommen Linsen und wie werden sie angebaut?

Seit letztem Jahr wachsen erstmals seit vielen Jahrzehnten wieder Linsen im Weserbergland. Eberhard Schulz aus Königsförde, der mit seinem Sohn Arne die Aerzener Biolandbau KG führt, hat sich nach dem Skandal im Biolandhandel, bei dem Ende Februar 2011 in Linsen aus der Türkei Rückstände des Herbizids Glyphosat gefunden wurden, auf dieses Experiment eingelassen.
 „Der regionale Großhändler aus Göttingen, Hermann Heldberg, hat bei uns angerufen und gefragt: Könnt ihr nicht mal versuchen Linsen anzubauen? Das haben wir dann getan und im April 2011 auf drei Hektar Fläche 60 Kilogramm Linsen zusammen mit 100 Kilogramm Sommerweizen ausgesät“, erzählt Eberhard Schulz, der vor über 35 Jahren in Göttingen Landwirtschaft studiert hat und zu den Pionieren im Biolandbau zählt.
 Den Weizen braucht die niedrig wachsende Linse als Ranghilfe. Diese Mischkultur ist allerdings eine weitere Erschwernis. Denn bei der Ernte müssen Linsen, die kleiner sind und ein anderes aerodynamisches Verhalten haben, und Weizen durch Siebe und mit Wind wieder voneinander getrennt werden. „2011 hatten wir von den 3 Hektar Acker, das sind 30 000 Quadratmeter, 12 Tonnen Gesamterntegut, von denen zum Schluss rund 1000 Kilogramm Linsen übrig blieben“, berichtet Eberhard Schulz vom ersten Versuch. „Das ist ein Hobby, das Spaß macht, aber womit man kein Geld verdienen kann, weil der Aufwand einfach zu groß ist. Das Reinigen hat der Kollege Albert Hake von Bioland Auetal übernommen. Auch ein Pionier, der nicht alle seine Kosten berechnet, weil er Spaß daran hatte, das hier mal auszuprobieren.“ In diesem Jahr haben Eberhard Schulz und Sohn Arne ebenfalls wieder drei Hektar eingesät. Diesmal auf Rat von Experten etwas höher gelegen auf steinigem Boden, in Grießem am Pyrmonter Berg.

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