Robert Stadtober spielt in der Hauptrolle den Soldaten Tommo Peaceful. Foto:Isabella Koch
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Ein Soldat will nicht mehr töten

HAMELN. „Private Peaceful“ erzählt die Geschichte des jungen Soldaten Tommo Peaceful, der im ersten Weltkrieg seinen Bruder neben sich sterben sieht und daraufhin den selbstmörderischen Sturmbefehl seines Vorgesetzten verweigert und zum Tode verurteilt wird. Die Aufführung des Schauspiels mit Robert Stadlober in der Hauptrolle findet am Sonntag, 30. Oktober, im Theater Hameln statt.

Schriftsteller Friedrich Christian Delius las aus seinem neuesten Roman „Die Liebesgeschichtenerzählerin“. Foto: eaw
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„Schreiben, das ist Ordnen und Fügen“

HAMELN. Das Publikum ist nicht sonderlich zahlreich, dafür durchweg vom Fach und belesen. Der Mann mit dem knittrigen Gesicht ist einer der renommiertesten deutschen Schriftsteller, doch gänzlich ohne die üblichen Allüren. Im Gegenteil, er wirkt beinahe zurückhaltend. Gut 30 Literaturfreunde sind zur Matinee unterm Dach der Stadtbibliothek gekommen, und schon die Begrüßungsworte des ehemaligen Deutschlehrers und Vorsitzenden der Bibliotheksgesellschaft, Bernd Bruns, lassen die Vorfreude auf Delius’ Lesung spüren.

Das Niedersächsische Vokalensemble (Probenfoto) gastierte in St. Elisabeth. Foto: pr
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Ein Glücksfall

HAMELN. Ein jeder kennt es, dieses „unverhofft kommt oft“. Wobei das, was da kommt, bekanntlich nicht unbedingt erfreulich ist. Falls aber doch und es dann mit einem bloßen „erfreulich“ allein nicht getan ist, sondern mindestens eines vorsätzlichen „sehr“ oder sogar „besonders“ bedarf – dann ist es ein Glücksfall.

Joja Wendt ist ein Klavier-Virtuose, der sämtliche Sparten von Klassik über Jazz und Blues beherrscht. Am Samstag, 8. April 2017, kann man sich davon überzeugen. Foto: red
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„Die Kunst des Unmöglichen“

HAMELN. Kein anderer deutscher Pianist begeistert mit seinen Konzerten so viele Menschen auf der ganzen Welt: Joja Wendt ist Deutschlands vielseitigster Klavierkünstler, der sein Publikum mit seinem virtuosen Spiel quer durch die Genres und der charismatischen Präsentation seines Programms fasziniert.

Unsolide Figur, solide gespielt: der Hildesheimer „Don Giovanni“. foto: pr
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Solider Abstieg in die Hölle

HAMELN. Immer und ewig gerätselt: hat er nun oder hat er nicht, der Don mit der Donna Anna – und am Freitagabend mit den Hildesheimern: eindeutig nicht. Überraschend und gegen den Trend – aber eigentlich ganz logisch. Donna Anna, Tö ...

Der Hamelner Pianist Eduard Stan. Foto: Pr/Scheffler
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Ein Klavierabend mit Eduard Stan

HAMELN. Ein Heimspiel zum Auftakt der Dewezet Classics: Der in Hameln lebende, aber international tätige Pianist Eduard Stan spielte beim ersten 1. Hamelner Konzert Werke von Beehoven, Schubert und Enescu.

Chaos und Schemen: Bilder von Norbert Feist sind nun im Kreishaus zu sehen. Foto: pr
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Action Paintings im Kreishaus

HAMELN. Werke des Hamelner Norbert Feist werden seit Dienstag im Hamelner Kreishaus gezeigt. Feist präsentiert Action Paintings – einst erfunden vom amerikanischen Künstler Jackson Pollock. Die Farbe wurde also nicht konventionell mit dem Pinsel auf die Leinwand aufgetragen, sondern direkt aus dem Farbbehälter getropft, gesprenkelt, versprüht und auf den Untergrund gekleckst, geworfen oder auch geschleudert.

Tobias Lindner ließ die Orgel in der Welseder Kapelle erklingen.  Foto: wfx
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Oberrheinische Frohnaturen

WELSEDE. Ein Manual, 50 Tasten, acht Register und kein Pedal: also klein. Aber oho! Das ist der Steckbrief der kleinen Orgel mit dem kräftigen Klang und dem so schön geschnitzten Prospekt. Sie wurde in den Jahren 1733 bis 1735 vom Hildesheimer Orgelbauer Conrad Müller an eine der beiden Seitenwände der kleinen Kapelle des Ritterguts Welsede gebaut.

Sitzen drei Nonnen an der Bar… Der „Non(n)sens“ wollte erst nicht so recht zünden. Foto: pr/Pfeifer
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Glücklich reingestolpert

HAMELN. Es sah ganz nach einem Fehlstart aus – auch wenn Hamelns neuer Theaterchef Wolfgang Haendeler versprochen hatte, dass „Non(n)sens“ selig machen könne. Spätestens bei der Quiznummer hätte das Safetycar starten müssen. Trotz der 52 Nonnen „in der Suppe“.

tadt, Brücke und Fluss: ein Ausschnitt aus dem Stich von Caspar Merian 1654. Auch Marktkirche, Münster und Hochzeitshaus sind deutlich zu erkennen. Georg Schwedt (u.) hat ein Buch über die historische Stadtansicht geschrieben. Fotos: eaw
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Ein Bild erzählt Stadtgeschichte

HAMELN. Ein detailgenaues Bild der Stadt aus der Vogelperspektive? Kein Problem. Man erklimme den Klüt, zücke die Kamera, fertig. 1654 war das schwieriger. Eines der kostbarsten Stücke des Hamelner Museums ist die in jenem Jahr in Frankfurt ...

Foto: Wal
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Das fröhliche Ende eines Geburtstags

HAMELN. Ein Glockenspiel war’s, das die Feierlichkeiten zum Geburtstag der Beckerth-Goll-Orgel beschloss. Nein, nicht unseres, das vom Hochzeitshaus herunterschallende. Es war das „Carillon de Westminster“. Jenes Orgelstück, das Louis Vierne, der von Geburt an nahezu blinde Organist von Notre Dame, in Paris Ende der zwanziger Jahre einem befreundeten Londoner Orgelbauer widmete.

Kultur am Bahngleis: Das Quartett setzt das Motto der Reihe ins Bild. Foto: eaw
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Im Zyklus von Kommen und Gehen

HAMELN. Richard Strauss, Johannes Brahms, Robert Schumann und John Dowland, präsentiert unter dem Motto „Herbstmond“ in einem Bahnhofsgebäude. Ist das auf einen Nenner zu bringen? Durchaus, denn der „Herbstmond“, die Tag- und Nachtgleiche steht in dieser Woche bevor, und ein Bahnhof steht für den Zyklus vom Kommen und Gehen, dem Grundgedanken des zentralen Werkes des Kammermusikabends bei „Cultour an Gleis 5“.

Der „Herbst“ beginnt am Sommerabend: Ausstellungseröffnung in der Arche. Foto: Dana
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Spätsommer mit Frühherbst

HAMELN. Sommer – und die „Arche“ macht bereits auf Herbst, wie Prof. Wulf Schomer den „arche Herbst“ begrüßt, in dem sich, wie er verspricht, vieles mischt. Darunter auch zwei reizvolle Objekte im Turmzimmer – und einfach in den Raum gehängt: Sabine Öllerers Kleid aus Fuchskopffellen, so ein bisschen anachronistisch, aber auch archaische Reminiszenz an Höhlenzeiten. Dahinter in der Nische ein so anderes Objekt aus tätowierten Hautteilen, ein Patchwork-Kleid aus Karikaturen, Madonnen und Kreuzigungsbild zusammengenadelt. Gegenüber, so ganz anders, zwei Porträtfotos von 1913 – ein junger Soldat und das Bild seiner Mutter.

Organist Wolfgang Seifen begleitete den Stummfilm „Nathan der Weise“ (1922, o.) mit Werner Krauss in der Hauptrolle.  Foto: eaw
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Kinoerlebnis mit Licht und Schatten

HAMELN. Ein Stummfilm mit Orgelbegleitung. Das war eine Premiere und zugleich ein elementares Kinoerlebnis. Im Rahmen der Festwoche zum 50. Geburtstag der Beckerath-Goll-Orgel gastierte mit Wolfgang Seifen einer der international wohl renommiertesten Orgelimprovisatoren in der Marktkirche. Der Berliner Organist illustrierte in einer gut zwei Stunden dauernden Energieleistung den 1922 entstandenen Stummfilm „Nathan der Weise“, eine Literaturverfilmung in Anlehnung an Gotthold Ephraim Lessing.

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