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Kickboxen: Egcon Uka vom Energy Gym kämpft in Hameln um den deutschen Meistertitel der IKBF

„Ich denke immer positiv“

HAMELN. Egcon Uka trainiert zurzeit mit seinem Trainer Robert Gaub vom Energy Gym jeden Tag – morgens und abends. Mit Faustschlägen und Fußtritten macht sich der 19-jährige Kickerboxer fit für den größten Kampf seiner noch jungen Karriere.

Autor

Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

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Wenn Uka am Samstag in der Sporthalle Nord mit Schamil Magomedov (21, Buji Gym Düren) in den Ring steigt, geht es über fünfmal drei Minuten in der A-Klasse bis 72 Kilogramm um den deutschen Meistertitel der International Kick Boxing Federation, kurz IKBF. Der 21-jährige Schamil Magomedov ist laut Trainer Robert Gaub zwar „ein starker Gegner“, aber Egcon Uka glaubt an seine Chance: „Ich habe große Ziele, die ich im Leben erreichen will.“ Der deutsche Meistertitel sei einer davon.

Um sich seinen Traum zu erfüllen, bereitet sich der Hamelner Kickboxer seit Wochen intensiv auf den Titelkampf vor. Im Training fließt der Schweiß in Strömen, „denn ich versuche immer, an meine Grenzen zu gehen“, sagt Uka. Manchmal sogar darüber hinaus. Um die nötige Wettkampfpraxis zu bekommen, absolviert der junge Kickboxer, der auch auf eine gesunde Ernährung achtet, neben den täglichen Trainingseinheiten auch viele Sparringskämpfe. Auch gegen Gegner, die älter und schwerer sind als er. „Das macht Spaß. So lernt man, sich mit verschiedenen Kämpfertypen auseinanderzusetzen. Das ist wichtig.“ Auch fürs Selbstbewusstsein. Zweifel, dass er gegen Magomedov verlieren könnte, hat Egcon Uka nicht: „Ich denke immer positiv!“

Um die Stärken und Schwächen seines Gegners besser einschätzen zu können, hat sich der Uka auf der Internetplattform YouTube einige Videos von Magomedovs Kämpfen angeschaut. Aber nur, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen, „denn jeder Kampf ist anders“. Das weiß der 19-Jährige aus Erfahrung.

Seine Leidenschaft fürs Kickboxen hat Egcon Uka erst spät entdeckt. Als kleiner Junge hat er Fußball gespielt. Erst mit seinen Kumpels just for fun auf dem Bolzplatz, später bei den Junioren von Preußen Hameln 07. „Bis sich meine Mannschaft aufgelöst hat, weil der Trainer aufgehört hat. Da war ich schon etwas traurig und wollte etwas Neues ausprobieren.“

Durch eine Schul-AG ist Egcon Uka dann eher zufällig beim Kampfsport gelandet. Sein jetziger Trainer Robert Gaub bot damals einen Selbstverteidigungskurs für Schüler an. „Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich mich im Energy Gym angemeldet habe.“ Im ersten Jahr habe er als 15-jähriger Teenager noch eine Larifari-Einstellung gehabt: „Mal war ich da, mal nicht. Doch dann habe ich mich entschieden, zu kämpfen.“ Und dementsprechend hart trainiert – fast jeden Tag. Oft zusammen mit Kujtim Berisha, dem 16 Jahre alten Deutschen Kadetten-Meister des MTBD (Muay Thai Bund Deutschland), und den Nachwuchstalenten Daniel Richter und Justin Strübing (beide 16), die in der Sporthalle Nord in Hameln ebenfalls im Ring ihr Können unter Beweis stellen. Los geht es am Samstag um 18 Uhr. Karten gibt es für 20 Euro im Vorverkauf und für 25 Euro an der Abendkasse.

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