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Coach muss gehen

Mainz trennt sich von Trainer Beierlorzer

Trainer Achim Beierlorzer muss beim in die Krise gerutschten FSV Mainz 05 gehen. Beim Bundesligaspiel am Freitag beim 1. FC Union Berlin soll Co-Trainer Jan-Moritz Lichte interimsmäßig auf der Bank sitzen.

veröffentlicht am 28.09.2020 um 12:55 Uhr
aktualisiert am 28.09.2020 um 14:10 Uhr

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Der FSV Mainz 05 hat sich von Cheftrainer Achim Beierlorzer getrennt. Die Entscheidung sei «das Ergebnis einer Analyse der sportlichen Situation» gewesen, teilte der Fußball-Bundesligist mit. Zuvor hatte die «Bild» darüber berichtet.

Bis zu einer Neubesetzung des Postens wird der bisherige Assistent Jan-Moritz Lichte als Interimscoach fungieren. Er werde bereits am Freitag beim Bundesligaspiel beim 1. FC Union Berlin auf der Bank sitzen. Mainz 05 zog mit der Trennung von Beierlorzer die Konsequenz aus einem Trainingsstreik der Spieler am vergangenen Mittwoch und dem 1:4 am Samstag gegen Aufsteiger VfB Stuttgart. Danach hatte Sportvorstand Rouven Schröder dem 52 Jahre alten Coach schon die Rückendeckung in der tiefgreifenden Krise versagt.

Beierlorzer hatte versichert, schuldlos an dem Wirbel zu sein und «ein ganz konstruktives Verhältnis» mit der Mannschaft zu haben. Allerdings hatte der Vereinsvorsitzende Stefan Hofmann bereits Zweifel durchblicken lassen, dass Beierlorzers Verhältnis zu den Profis nicht so intakt sei und er den Spielerstreik gegen die Degradierung von Stürmer Adam Szalai mit verursacht habe.

Die Entscheidung, Szalai aus dem Mannschaftstraining der Profis zu nehmen und ihn nur bei der U23 trainieren zu lassen, sei von der sportlichen Leitung getroffen und mit mangelnder sportlicher Perspektive begründet worden, hatte Hofmann vor dem Stuttgart-Spiel betont und hinzugefügt: «Zugegebenermaßen war unsere erste Kommunikation gegenüber Adam Szalai missverständlich.»

Beierlorzer hatte am 18. November 2019, nur wenige Tage nach der Trennung vom 1. FC Köln, den Cheftrainerjob in Mainz übernommen und einen Vertrag bis Juni 2022 unterschrieben. Er trat die Nachfolge von Sandro Schwarz an. «Sicherlich ist dies eine kuriose Situation im Fußball», sagte er damals. «In diesem Geschäft kann es manchmal schnell gehen, besonders wenn es einfach passt.»

Manager Schröder lobte ihn bei der Vorstellung mit den Worten: «Bei sachlicher und inhaltlicher Betrachtung ist Achim Beierlorzer ein typischer Trainer für Mainz 05.» Als Beierlorzer die vom Abstieg bedrohten Mainzer übernahm, standen sie nach elf Spieltagen auf dem 16. Platz. Unter Beierlorzers Führung gelang der Klassenverbleib am 33. Spieltag mit einem 3:1 gegen Werder Bremen.



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