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Sexistische Kommentare

Japans Olympia-Komitee plant Sondersitzung

Angesichts der andauernden Kritik an Japans Olympia-Organisationschef Yoshiro Mori wegen dessen abfälligen Kommentaren über Frauen hat das Organisationskomitee in Tokio für den 12. Februar eine Sondersitzung einberufen.

veröffentlicht am 10.02.2021 um 11:15 Uhr
aktualisiert am 10.02.2021 um 13:13 Uhr

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Dabei solle es um Moris Äußerungen und «die zukünftigen Initiativen zur Gleichstellung der Geschlechter» des Organisationskomitees gehen, teilte das OK mit. Anschließend ist eine Pressekonferenz angesetzt. Der 83 Jahre alte Ex-Regierungschef Mori hatte bei einer Online-Vorstandssitzung des OK der Sommerspiele zur geplanten Verdoppelung der Frauenquote in Führungsgremien der Sportverbände auf 40 Prozent erklärt, Frauen redeten viel, weshalb Vorstandssitzungen Zeit in Anspruch nähmen.

Frauen hätten einen starken Sinn für Rivalität, wurde Mori zitiert. «Wenn eine von ihnen ihre Hand hebt, denken sie wahrscheinlich, dass sie auch etwas sagen müssen. Und dann sagt jeder etwas.» Seine Äußerungen lösten einen Sturm der Entrüstung aus. Rund 390 freiwillige Olympia-Helfer wollen aus Protest ihr Ehrenamt nicht mehr antreten. Das OK bewerte Moris Aussagen als unangemessen und unterstrich seine Bekenntnis zur Gleichstellung der Geschlechter.

Auch das Internationale Olympische Komitee erklärte, die Aussagen des japanischen Funktionärs seien «absolut unangebracht und im Widerspruch zu den Verpflichtungen des IOC und den Reformen seiner Olympischen Agenda 2020». Mori bat um Entschuldigung. Aus dem Umfeld der Verantwortlichen gab es keine sechs Monate vor den geplanten Spielen keine Rücktrittsforderung. Mori gehört der mächtigsten Gruppe in der Regierungspartei LDP an und verfügt als langjähriger Rugbyverbands-Chef über großen Einfluss in Japans Sportwelt.



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