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Munteres Wechseln

Bei Hannover 96 ändern sich zahlreiche Postionen

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Am kommenden Freitag trifft Hannover 96 auf Heidenheim und Daniel Stendel hat noch einiges zu tun. Etliche Postionen müssen noch verändert werden, bevor die Elf steht. Dabei geht es nicht nur um ein oder zwei Positionen. Stendel muss munter durchmischen.

Daniel Stendel guckt beim Training bekanntlich ganz genau hin. Schließlich stellt er nach den Eindrücken in den Übungseinheiten auf und wechselt deshalb des Öfteren. Und deshalb beginnt in den Punktspielen fast nie die dieselbe Elf. In dieser Woche wird der Trainer von Hannover 96 noch genauer hinsehen: Denn gegen den 1. FC  Heidenheim (Anpfiff in der HDI-Arena ist am Freitag um 18.30 Uhr) muss er seine Elf umstellen, und das nicht nur auf einer oder zwei Positionen. Stendel ist gezwungen, munter durchzuwechseln.

Felipe hat sich beim 2:2 in Düsseldorf selbst aus der Mannschaft getreten; der Brasilianer ist nach seiner Gelb-Roten Karte gesperrt. Felix Klaus sah seine fünfte Verwarnung und muss gegen die Heidenheimer ebenfalls zwangspausieren. Reagiert Stendel erwartungsgemäß, bringt er zwei Akteure, die man bereits in Düsseldorf in der Anfangself erwartet hatte: Salif Sané ersetzt Innenverteidiger Felipe – also positionsgetreu. Schon der Einbau von Stürmer Niclas Füllkrug bringt aber eine weitere Änderungen im Team mit sich: Kenan Karaman, der gegen die Fortuna in der Spitze spielte, dürfte zurück ins Mittelfeld rücken und den Klaus-Posten einnehmen.

Das ist für Stendel alles von langer Hand planbar. Anders sieht es bei zwei anderen Spielern aus. Stürmer Martin Harnik und Innenverteidiger Stefan Strandberg konnten auch am Dienstag wegen Wadenproblemen nicht trainieren. Besonders beim Norweger soll die Chance, gegen Heidenheim spielen zu können, eher gering sein. Ist er nicht dabei, müsste einNebenmann für Sané gesucht werden. Einzige Alternative scheint da Waldemar Anton zu sein, der zuletzt als Rechtsverteidiger eingesetzt wurde. Stendel wird damit wahrscheinlich zu einer Lösung gezwungen, die viele Beobachter ohnehin für die ideale halten: das Innenverteidiger-Pärchen Sané/Anton.

Zumal Anton rechts hinten ohnehin mehr oder weniger als Notlösung gilt. Stendel hat es dort bereits mit Oliver Sorg und Iver Fossum versucht, beide fielen mehrfach durchs Raster. Sorg, immerhin einst deutscher Nationalspieler, bekam gar mehrere Chancen, die er nicht nutzen konnte. Sollte Strandberg wirklich ausfallen, steht der 26-Jährige vor seiner nächsten Bewährungsprobe – und aus der Viererabwehrkette, die in Düsseldorf begann, würde am Freitag einzig Linksverteidiger Edgar Prib übrig bleiben.

Das größte Problem aber hat Stendel zu lösen, wenn Harnik nicht mitmachen kann. Der Stürmer, zugleich bester Torschütze seines Teams, hat zuletzt bei knappen Spielen immer den Unterschied ausgemacht. Der 29-jährige Österreicher laboriert seit Monaten an einer Wadenverletzung und muss deshalb im Training immer mal wieder kürzertreten. Ihn zu ersetzen wäre ohnehin schwer, aber Stendel fehlen auch die Alternativen. Artur Sobiech (Knieprobleme), Babacar Gueye (Bauchmuskelzerrung) und Charlison Benschop (Aufbautraining) sind derzeit verletzt.

Somit müsste der 96-Coach wohl auf einen weiteren Mittelfeldspieler zurückgreifen; offensiv kämen da nur Fossum oder Sebastian Maier infrage. Beide haben bisher eine Saison wie Sorg gespielt, blieben also hinter den Erwartungen zurück. Stendel hat bis Freitag einiges zu (be)denken.

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