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Frau Hoppe, wie aufgeregt waren Sie denn als Preisträgerin?

Von Julia Marre

Hameln. Sie ist die erste gebürtige Hamelnerin, die mit dem Rattenfänger-Literaturpreis ausgezeichnet wurde: Felicitas Hoppe. Und während am Freitagabend 450 Gäste die festliche Verleihung im Weserberglandzentrum verfolgten, war wohl nicht nur eine Person im Saal aufgeregt. Im Dewezet-Interview spricht die Schriftstellerin darüber, wie sie sich auf die Ehrung vorbereitet hat, wie nervös sie war und wie ihr Wochenende in Hameln aussieht.

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Von Julia Marre

Hameln. Sie ist die erste gebürtige Hamelnerin, die mit dem Rattenfänger-Literaturpreis ausgezeichnet wurde: Felicitas Hoppe. Und während am Freitagabend 450 Gäste die festliche Verleihung im Weserberglandzentrum verfolgten, war wohl nicht nur eine Person im Saal aufgeregt. Im Dewezet-Interview spricht die Schriftstellerin darüber, wie sie sich auf die Ehrung vorbereitet hat, wie nervös sie war und wie ihr Wochenende in Hameln aussieht.

 

Frau Hoppe, hinter den Kulissen der Preisverleihung wurde lange organisiert und gewerkelt. Wie haben Sie sich als Preisträgerin auf diese Ehrung vorbereitet?
Ich suche eine passende Bluse heraus und stelle fest, dass ich keine passende habe. Aber das Entscheidende ist, dass ich weiß, was ich sagen möchte. Und das ist hier in meiner Geburtsstadt Hameln natürlich etwas Besonderes. Das Schreiben meiner Dankesrede ist mir in diesem Fall also schwerer gefallen als sonst. Im Saal saßen an diesem Abend viele, die mich kennen – das habe ich beim Schreiben versucht zu vergessen. Jedermanns Erwartungen kann man nie erfüllen. Es ist die Hauptsache, dass man mit sich selbst zufrieden ist.

Das klingt so, als seien Sie aufgeregter als bei anderen Preisverleihungen.
Ja, das war auch im Vorlauf der Veranstaltung so. Es ist eine andere Form der Nervosität gewesen. Der Rattenfänger-Literaturpreis ist mein zwölfter Preis – und wahrscheinlich mein schönster. Ich bin aber kein Preis-Profi. So etwas ist für mich auch mit einer gewissen Furcht verbunden. Und eine Preisverleihung ist für den, der die Auszeichnung bekommt, ohnehin sehr anstrengend. Je mehr Freunde und Bekannte kommen, desto anstrengender ist es. Was aber überwogen hat, ist die riesige Freude über den Preis und die Vorfreude auf die Verleihung.

Wie wird nun Ihr weiterer Aufenthalt in Hameln aussehen?
Der ist ist so gut wie komplett geplant: Am Samstag stehen zwei Lesungen im Münster an. Am Sonntag habe ich frei. Am Montag gebe ich zwei Schullesungen um 9 und 11 Uhr in der Sumpfblume. Am Dienstag bin ich in meiner Heimatschule, dem Vikilu, weil ich dort mit Fünftklässlern einen Workshop mache. Alle Fünftklässler an der Schule haben „Iwein“ gelesen.

Das zu wissen, ist bestimmt ein sehr schönes Gefühl.
Ja, auch wenn es mit hohen Erwartungen verbunden ist. Ich selbst finde mich in der Rolle als Autorin ja nicht außergewöhnlich. Also hoffe ich, dass die Schüler von mir nicht enttäuscht sind. Aber nur den Preis abholen und zurückfahren, das ist nicht drin. Außerdem wird meine Mutter am Montag 75 Jahre alt. Insofern ist es schön, den Besuch in Hameln noch mit einer Familienfeier verbinden zu können. Perfektes Timing der Stadt.

Gibt es – sofern es Ihr Terminkalender zulässt – einen Ort in Hameln, den Sie in diesen Tagen unbedingt besuchen möchten?
Ja, den gibt es. Ich möchte mir das Rattenfängerspiel am Hochzeitshaus ansehen. Nicht nur das Glockenspiel, auch die Plattform mit den Figuren. In meinen Kindheitserinnerungen spielt das Rattenfängerspiel eine große Rolle, auch in meiner Dankesrede habe ich es aufgegriffen. Und mein Geburtshaus werde ich besuchen. Ich wurde damals zu Hause geboren. Meine Eltern wohnten an der Deisterstraße 48, wo ich meine ersten sechs Lebensjahre verbracht habe. Das sind meine nostalgischen Eckdaten.

Lesen Sie in unserer Samstagsausgabe vom 27. November außerdem: Was zeichnet das Gewinnerbuch "Iwein Löwenritter" aus? Wie ist die Preisverleihung verlaufen? Welche Bücher empfiehlt die Jury?

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