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„Ghost in the Shell“: Der Hollywoodstar als ein Mensch-Maschine-Wunder

Scarlett Johansson als Manga-Heldin

Nur ihr Gehirn hat den Unfall überlebt. Jetzt ist die junge Frau, genannt Major, die perfekte Kampfmaschine – mit unzerstörbarem Maschinenkörper und scharfsinnigem Verstand. Der mit Superhelden-Kräften bereits vertraute Hollywoodstar Scarlett Johansson spielt die Hauptrolle in der ersten Realverfilmung der legendären japanischen Manga-Story „Ghost in the Shell“.

veröffentlicht am 29.03.2017 um 14:45 Uhr

Scarlett Johansson kämpft als Cyborg gegen das Böse. Foto: Paramount Pictures/dpa

Autor:

Elke Vogel

Verwegen stürzt sich die kurvenreiche, sexy Heldin im Nude-Kostüm als Anführerin ihrer Truppe in den Kampf gegen Terroristen, die unterwegs auf Identitätsklau sind. Es gilt, den Geist in der Hülle – „The Ghost in the Shell“, sprich: die Seele der Menschen – zu retten. Dabei kommt Major einem schmerzhaften Geheimnis aus ihrer Vergangenheit auf die Spur – und ihre Schöpfer geraten in ihr Visier.

Dass die Manga-Heldin von einer mit schwarzer Perücke ausgestatteten Nordamerikanerin gespielt wird, dürfte nicht nur eingefleischte Fans zunächst stutzig machen.

Die original Manga-Story von Masamune Shirow aus dem Jahr 1989 wurde auch schon in zahlreichen Anime-Filmen und -serien erzählt, als Videospiel verbreitet und so weltweit bekannt.

Im Jahr 2029 gibt es zwar immer noch Autos auf den Straßen und streunende Hunde – doch durch das Hochhaus-Gewimmel schweben holografische Werbefiguren, im Restaurant wird man von gruseligen Geisha-Robotern bedient, und die Cyborgs selbst mit ihren zahllosen mechanischen Ersatzteilen im Körper sind tatsächlich nicht mehr von dieser Welt.

Die Story von „Ghost in the Shell“ bleibt bei der aufwendigen computeranimierten Ausstattung des Films manchmal etwas auf der Strecke. Was macht die Identität eines Menschen aus?

Vor lauter actiongeladener Dramaturgie lernt der Zuschauer Majors in der Shell verborgenen Charakter nicht so richtig kennen. Dabei ist Major natürlich auch selbst auf der Suche nach ihrem menschlichen Kern.

Das Finale ist dann wahrhaft apokalyptisch – da werden inklusive mörderischer Roboter-Spinne alle Register der Computeranimation gezogen, was in einem beeindruckend düsteren und technisch hochgerüsteten Kampf zwischen Gut und Böse gipfelt.
„Ghost in the Shell“ läuft im Hamelner Maxx-Kino täglich um 20 Uhr, Freitag und Samstag auch um 22.25 Uhr.

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