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Hochtouriges Actionspektakel

„Overdrive“: Scott Eastwood auf der Überholspur

BERLIN. Glaubt man Umfragen, dann haben Autos bei Jugendlichen als Statussymbol längst ausgedient. Angesichts von Dauerstaus, Feinstaubbelastung und „Dieselgate“ ist der Glanz der einstigen Prestigeobjekte anscheinend verblasst. Ganz anders in Hollywood, wo PS-starke Hochgeschwindigkeitsfilme immer noch Kassenrekorde einfahren.

veröffentlicht am 28.06.2017 um 13:51 Uhr
aktualisiert am 28.06.2017 um 15:30 Uhr

Exklusive Oldtimer-Sammlerstücke haben es Andrew (Scott Eastwood) und Garret (Freddie Thorp) besonders angetan. Foto: Universum Film/dp

Autor:

Johannes der Gathen

Und dies gilt auch für Deutschland. „Fast & Furious 8“, die neue Ausgabe der schier unendlichen Raser-Saga, schaffte in diesem Frühling gleich am ersten Wochenende hierzulande die Zuschauer-Million. Im Kino macht es sehr vielen Fans anscheinend immer noch Spaß, sich auf der Überholspur zu tummeln.

An dieses Zielpublikum richtet sich auch das rasante, ganz auf Schauwerte abzielende Actionspektakel „Overdrive“ mit dem 31-jährigen Scott Eastwood in der Hauptrolle eines draufgängerischen Autodiebes. In „Fast & Furious 8“ hatte der Sohn von Haudegen Clint Eastwood eine kleine Rolle als „Little Nobody“.

Jetzt verkörpert Eastwood durchaus überzeugend den Autoliebhaber Andrew, der sich zusammen mit seinem jüngeren Halbbruder Garrett (Freddie Thorp) auf den Diebstahl von millionenschweren Luxuslimousinen spezialisiert hat. In Marseille geraten die beiden in die Bredouille, als sie dem Mafiaboss Morier einen Bugatti abluchsen wollen. Der Coup misslingt, Andrews Freundin Stephanie wird von den Gangstern gefangen gehalten. Morier zwingt die Brüder, seinem Erzrivalen Max Klemp (Clemens Schick) einen überaus kostbaren Ferrari zu klauen. Und so geraten die Draufgänger zusammen mit Garretts neuer Flamme Devin zwischen die Fronten.

Wirklich originell und spannend ist dieses hochgerüstete, etwas nostalgisch anmutende PS-Spektakel aber leider nicht geraten. Dafür fahren hier zu viele Stereotype und Klischees mit. Aber für einen heißen Sommerabend bietet „Overdrive“ immer noch sehr passable Unterhaltung. Auch wenn die Sache mit den Autos ja eigentlich passé sein soll.


„Overdrive“ läuft im Hamelner Maxx-Kino täglich um 18 und 20.10 Uhr, außerdem Freitag und Samstag um 22.35 Uhr.

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