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Der kleine Vampir kehrt ins Kino zurück – in animierter Fassung und auch in 3-D

Blutsauger und Mensch

Es ist schon einige Jahre her, da brachte uns Regisseur Uli Edel in einem Kinderfilm die ungewöhnliche Freundschaft zwischen einem Vampirjungen und einem Menschenkind näher. „Der kleine Vampir“ aus dem Jahr 2000 allerdings ist ein Realfilm mit echten Darstellern. Nun kehrt Vampir Rüdiger in animierter Form auf die große Leinwand zurück.

veröffentlicht am 25.10.2017 um 14:22 Uhr
aktualisiert am 25.10.2017 um 15:40 Uhr

Anton Bohnsack traut seinen Augen nicht, als er merkwürdige, menschenähnliche Gestalten durch die Luft fliegen sieht. Foto: Universum film/dpa

Autor:

Matthias Viereck

Richard Claus, der den neuen „Vampir“ zusammen mit Karsten Kiilerich inszeniert hat, war auch am Filmprojekt von 2000 bereits beteiligt.

Der Animationsstreifen, der auch in 3-D in die Kinos kommt, basiert auf der gleichnamigen, vor bald 40 Jahren ins Leben gerufenen Kinderbuchreihe der deutsch-amerikanischen Autorin Angela Sommer-Bodenburg, deren Bände weltweit bereits mehr als zehn Millionen Mal verkauft wurden. Es ist eine deutsch-dänisch-englisch-niederländische Koproduktion.

Man hat es wahrlich nicht leicht als Vampir. Rüdiger von Schlotterstein etwa ödet es ziemlich an, dass er nun bereits zum 300. Mal seinen 13. Geburtstag begehen muss. Die Familien-Bande zwar rüstet sich allmählich für die große Feier – der der pubertierende Blutsauger jedoch zu entkommen sucht: Zusammen mit seinem älteren Bruder startet Rüdiger zu einem Rundflug.

Blöderweise aber werden sie dabei von Geiermeier und Manni geortet, zwei Vampirjägern. Die sind mit einem speziellen Radarsystem ausgerüstet, verfolgen die Vampirbrüder bis zur Familiengruft. Die daraufhin von Manni und Geiermeier verriegelt wird. Zusammen mit seinen Eltern aber und seiner Schwester Anna kann Rüdiger entkommen: Er flüchtet gen Schwarzwald. Hier lernt er Anton kennen, den Menschenjungen, der ein großer Vampirfan ist. Und tatsächlich: Zwischen beiden entwickelt sich eine Freundschaft; Anton ist gar dazu bereit, Rüdiger dabei zu helfen, seine Familie aus den Fängen der Jäger zu befreien.

Nicht zuletzt ist es ein wunderbar gezeichnetes und mit kuriosen Stimmen ausgestattetes Hotelier-Ehepaar, welches ein ums andere Mal für Lacher sorgt. Nicht nur, dass Emma und Otto in einem skurrilen, zum Hotel umfunktionierten Schloss wohnen; sie sprechen auch ein herrlich übertriebenes, fast grotesk zu nennendes Schwäbisch. Auch auf visueller Ebene kann „Der kleine Vampir“ punkten, wobei er eine schöne Balance hinbekommt aus knalligen, fast plastischen Farbeffekten und Furcht einflößender Dunkelheit. Allzu unheimlich aber geht es in dem Film ohne Altersbeschränkung nicht zu.

„Der kleine Vampir“ läuft im Hamelner Maxx-Kino in 3-D täglich um 14.15 und 16 Uhr, außerdem Samstag bis Montag um 12.20 Uhr.

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