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Die Horror-Puppe kehrt zurück

„Annabelle 2“ feiert ein schauriges Comeback

Aufgerichtet sitzt die Stoffpuppe in der versiegelten Glasvitrine, unter ihr steht in blutroten Buchstaben: „Auf keinen Fall öffnen!“ Die Puppe „Annabelle“ sitzt heute als Exponat im „Occult Museum“ im US-Bundesstaat Connecticut – und ist spätestens seit dem gleichnamigen Film Horror-Liebhabern weltweit ein Begriff. Jetzt kehrt die unheimliche Puppe in „Annabelle 2“ auf die Kinoleinwand zurück.

veröffentlicht am 23.08.2017 um 11:04 Uhr
aktualisiert am 23.08.2017 um 15:30 Uhr

Anthony LaPaglia hält das Böse mit einem Kruzifix fern. Foto: Justin Lubin/AP/Warner Brothers Pictures

Autor:

Fabian Wegener

Regisseur und „Saw“-Schöpfer James Wan hatte sich mehrfach von den paranormalen Geschichten inspirieren lassen und mit den „The Conjuring“-Filmen sowie „Annabelle“ große Erfolg verbuchen können. Der neue Film ist keine Fortsetzung im klassischen Sinne, sondern ein Prequel, erzählt also eine Vorgeschichte. Die soll die Ursprünge der mysteriösen Puppe und ihrer dämonischen Besessenheit näher beleuchten.

In dem Werk nehmen der Puppenmacher Samuel Mullins und seine Frau Jahre nach dem Tod ihrer Tochter sechs Waisenkinder und deren Betreuerin, eine junge Nonne, bei sich zu Hause auf. Das Haus, das auf den ersten Blick so charmant und einladend wirkt, entpuppt sich jedoch bald als gefährliche Falle.

Denn die Mullins leben nicht alleine in dem Haus. Eine dunkle Präsenz scheint sich von der Puppe „Annabelle“, dem Lieblingsspielzeug der verstorbenen Tochter der Mullins, immer weiter auszubreiten und wie ein Schatten über die zahllosen Zimmer und Gänge zu legen. Bald schon wird klar, dass die Mädchen in dem Haus keine Gäste sind – sondern Gefangene.

Der von James Wan in den Regisseurstuhl berufene David F. Sandberg setzt zumindest bei der Inszenierung des Films auf Altbewährtes. Verschlossene Türen, verbotene Räume, ein abgeschiedenes Haus in der Ödnis: All das klingt zunächst einmal nicht nach einem neuartigen Gruselerlebnis, das sich von vergleichbaren Filmen des Genres abhebt.

Glücklicherweise macht Sandberg jedoch das, was ihn überhaupt erst in die Riege der Hollywood-Regisseure katapultiert hat: „Licht aus.“ Mit seinem YouTube-Kurzfilm „Lights Out“ war ihm 2013 eine virale Sensation gelungen. Der Film wurde Millionen Male angesehen und zeigte eindrucksvoll, wie Einsatz und Absenz von Licht aufwendige Computer-Effekte in den Schatten stellen können.

„Annabelle 2“ läuft im Hamelner Maxx-Kino täglich um 18.15 und 20.20 Uhr, Freitag und Samstag auch um 22.45 Uhr.

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