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Ausgleichspflanzungen am Bäntorfer Weg / Kosten übernehmen die Investoren

Windräder sorgen für neue Bäume

Bäntorf/Herkensen. Zwei völlig unterschiedliche „Partner“ gehen eine Symbiose ein – Windkrafträder und Laubbäume. Zur Kompensation von Windrädern sollen nach und nach in der Gemeinde Coppenbrügge etliche Laubbäume gepflanzt werden.

veröffentlicht am 19.04.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 11.05.2016 um 12:35 Uhr

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Autor:

von christiane stolte
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Gestartet mit der „Windkraft-Pflanzung“ wurde kürzlich in Bäntorf am „Pfingstanger“ mit der Pflanzung von 19 Bäumen und in Richtung Herkensen am „Bäntorfer Weg“ mit dem Setzen von 24 Bäumen. Bei den insgesamt 43 Exemplaren handelt es sich unter anderem um Ahorn, Birke, Eiche, Linde und Ulme. „Im Laufe der Jahre sollen die qualitativ sehr hochwertigen Bäume für einen Alleecharakter sorgen“, erläutert Coppenbrügges Bauamtsleiter Jürgen Krückeberg. Im Herbst wird die Ausgleichspflanzung in Brünnighausen fortgesetzt, und einige Bäume sollen außerdem noch am Ortseingang von Bäntorf gepflanzt werden.

Finanziert wird die Pflanzaktion durch die Ausgleichszahlungen der Windkraft-Investoren. Die komplette Maßnahme kostet 16 500 Euro. Laut Bundesnaturschutzgesetz sollen die Ersatzzahlungen dem Naturschutz und der Landschaftspflege zugute kommen. Der Arbeitskreis „Orts- und Flurbegrünung“, dem Vertreter aller Coppenbrügger Ortsteile angehören, hatte in Abstimmung mit dem Bauamt Coppenbrügge und der Unteren Naturschutzbehörde die Standorte für die Pflanzungen festgelegt. Die „Premiere“ ist nun erfolgt.

Bei den Bürgern des Fleckens Coppenbrügge stoßen die Ausgleichspflanzungen auf gute Resonanz. „Das wird deutlich in meinen offenen Bürgergesprächen“, erläutert Hans-Ulrich Peschka. Seine „Frühjahrstour“ durch die Ortsteile hat der Gemeindebürgermeister gerade abgeschlossen. Insgesamt waren etwa 300 Bürger zu den Gesprächen gekommen, um in Erfahrung zu bringen, was es Neues gibt, um Kritik zu üben, Anregungen zu geben oder loszuwerden, was ihnen am Herzen liegt. „Der Wunsch nach Ausgleichspflanzungen wurde nahezu in jedem Gespräch kundgetan“, stellt Peschka fest.

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