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Landwind lässt Gebiet bei Oldendorf untersuchen

Windrad-Standort wird geprüft

SALZHEMMENDORF. Wird es in der Gemeinde bald mehr Windkraftanlagen geben? An der Beantwortung dieser Frage wird immer noch gearbeitet. Fünf Windräder betreibt die Firma Landwind zwischen Oldendorf, Ahrenfeld und Benstorf bereits. Weitere sollen wie berichtet nach dem Willen des Unternehmens dazukommen.

veröffentlicht am 31.03.2017 um 15:14 Uhr
aktualisiert am 31.03.2017 um 22:20 Uhr

Fünf Windräder betreibt die Firma Landwind in der Gemeinde Salzhemmendorf bereits. Ob der Standort zwischen Oldendorf, Benstorf und Ahrenfeld auch für weitere Anlagen geeignet ist, wird derzeit geprüft. Foto: Wal
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Um abzuklären, ob es grundsätzlich möglich ist, noch weitere Windkraftanlagen neben das ausgewiesene Vorranggebiet zu bauen, lässt Landwind das Gebiet avifaunistisch untersuchen. Das bedeutet, dass der Lebensraum von Vögeln und Fledermäusen ins Blickfeld genommen wird, erklärt Stefanie Mertz, die Pressesprecherin von Landwind. In etwa einem Jahr soll das Ergebnis dann vorliegen. Die Dauer sei so gewählt, damit die verschiedenen Lebensphasen der Tiere beobachtet werden könnten. Auch mit der Gemeinde habe Landwind vor ein paar Wochen bereits das Gespräch gesucht.

Allerdings gibt es für Salzhemmendorfs Bürgermeister Clemens Pommerening beim Thema Windkraft „eigentlich nichts Neues“. Die Gemeinde hat bereits seit 2005 einen Flächennutzungsplan, der regelt, dass Windenergieanlagen nur in dem ausgewiesenen Vorranggebiet gebaut werden dürfen – und das ist mit den fünf bestehenden Anlagen von Landwind bereits voll. „Wir haben den Flächennutzungsplan rechtlich prüfen lassen und sind der Meinung, dass er gerichtsfest ist. Seitens der Politik bestehen derzeit keine Ambitionen, etwas zu ändern“, sagt Pommerening. Wahrscheinlich würde Landwind auch den Klageweg beschreiten, wenn es sich mit der Gemeinde nicht einig würde, mutmaßt der Bürgermeister. Sollte nach dem Gutachten der Bau neuer Anlagen möglich sein, geht Pommerening davon aus, „dass man sich noch mal zusammensetzt“.

Von Landwind-Pressesprecherin Mertz heißt es, dass es dem Unternehmen wichtig sei, die Menschen vor Ort mitzunehmen. „Wir wollen kooperativ vorgehen, nicht mit der Brechstange“, so Mertz. „Unser Ziel ist es nicht, mit einer Klage in Haus zu fallen.“ Grundsätzlich sehe Landwind die Angreifbarkeit des Flächennutzungsplans aber wie bereits die Reon AG.

Wie berichtet, hatte auch dieses Unternehmen in der Vergangenheit bereits ein Auge auf das Gebiet in der Gemeinde geworfen, um dort neue Windkraftanlagen neben die bestehenden zu setzen. Das Unternehmen zeigte sich stets sicher, dass Salzhemmendorfs Flächennutzungsplan vor Gericht eben doch keinen Bestand haben würde.

Vor einigen Monaten erklärte Reon allerdings, dass sich die Landbesitzer, mit denen das Unternehmen in Verhandlungen stand, für einen anderen Mitbewerber entschieden hätten und Landwind bekundete auf Anfrage unserer Zeitung sein Interesse an dem Gebiet.

Wie viele neue Anlagen in Salzhemmendorf gebaut werden könnten, konnte Mertz aber nicht sagen. Wie wir berichteten, hatte Reon die Absicht, acht neue Anlagen zu bauen.

Wir wollen kooperativ vorgehen, nicht mit der Brechstange.

Stefanie Mertz, Pressesprecherin Landwind

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