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„Sauberer Strom ohne Sondermüll“: Landwind hebt bei Eröffnung Umweltgedanken hervor

Windpark eröffnet

Coppenbrügge. Die einen feiern, die anderen blicken tiefst betrübt und voller Sorgen in die Zukunft: Der Windpark Kastanien-Süd bei Coppenbrügge ist am Mittwoch offiziell eingeweiht worden – ein Feiertag zumindest für Investoren und Betreiber und für mehr Klimaschutz.

veröffentlicht am 27.04.2016 um 18:39 Uhr
aktualisiert am 11.05.2016 um 12:34 Uhr

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Autor:

Henner-E. Kerl
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Die neuen acht 185 Meter hohen Windräder sollen pro Jahr etwa 37 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom erzeugen, damit den Bedarf von rund 12 000 Privathaushalten decken und den Ausstoß von fast 29 000 Tonnen Kohlendioxid (CO2) vermeiden.

Der Flecken Coppenbrügge ein Dorado für Windenergieanlagen? Nach Ruhbrink zwischen Brünnighausen und Dörpe und nach Kastanien Nord an der L 423 zwischen Herkensen und Bäntorf hat die Gemeinde nun ihren dritten Windpark bekommen: 22 Windräder ragen im Flecken in den Himmel und haben das Landschaftsbild stark verändert. Viele Bewohner, ob in Coppenbrügge, in Bäntorf, Brünnighausen, Dörpe oder Herkensen, haben dafür in der Vergangenheit wenig Verständnis gezeigt. Sie sehen die Lebensqualität in ihren Orten stark beeinträchtigt.

Das kann Alexander Heidebroek verstehen. Der Geschäftsführer der Windparkbetreiber-Firma Landwind betonte in seiner Rede bei der offiziellen Einweihungsfeier am Mittwochnachmittag, dass Projekte wie diese immer ein Pro und Contra hervorriefen, dass aber für die Umwelt mit dem Windpark Kastanien-Süd ein Zeichen gesetzt werde. Denn im Gegensatz zu Atomkraft- und Braunkohlekraftwerken werde mit Windenergie „sauberer Strom ohne Sondermüll“ produziert. Heidebroek dankte allen beteiligten Behörden wie dem Landkreis und Firmen, Investoren und Verbänden für die Zusammenarbeit. Vom Planungsbeginn 2008 bis heute habe man gemeinsam alle Probleme gemeistert. Der Bau von Windkraftanlagen sei an klare Bedingungen geknüpft, und an die habe sich sein Unternehmen gehalten. So habe Landwind auch akzeptiert, dass hier an der Landesstraße 423 nicht wie geplant zehn, sondern nur acht Windräder errichtet werden konnten.

Carlo Reeker, stellvertretender Geschäftsführer des Bundesverbandes WindEnergie (BWE), lobte den neuen Windpark als vorbildlich. „Regionale Projekte wie diese steigern die Akzeptanz für erneuerbare Energien“, machte er deutlich. Was hier geschaffen wurde, kann über das Weserbergland hinaus Maßstäbe setzen und auch Signalwirkung für die Bundespolitik haben. Reeker wertete den neuen Windpark als Meilenstein auf dem Weg, 50 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien zu gewinnen: „Nur so und nur gemeinsam schaffen wir die Engegiewende.“

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