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Schallnachmessungen im Windpark Coppenbrügge

Wie laut ist es?

COPPENBRÜGGE. Im Windpark Coppenbrügge wird die Zahl der Messpunkte erhöht. Das ist das Ergebnis der Bürgerversammlungen in Bäntorf und Brünnighausen, bei denen Bürger zu Wort gekommen sind und konkret darum gebeten haben, zusätzliche Messpunkte zur Schallmessung in den Messplan aufzunehmen.

veröffentlicht am 29.05.2017 um 16:43 Uhr
aktualisiert am 31.05.2017 um 09:37 Uhr

Für den Windpark Coppenbrügge wird die Zahl der Schallmesspunkte erhöht. Foto: wfx

Autor:

Gabriele Müller
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Demzufolge wird nun also auch in Herkensen und Hohnsen eine Schallnachmessung erfolgen. Für Bäntorf und Brünnighausen werden nach Angaben des Landkreises Hameln-Pyrmont neben den bereits vorgestellten Immissionsorten weitere Immissionspunkte aufgenommen. Entsprechend der „Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm“ (TA Lärm) sind die Immissionsmessungen bei Mitwind (das heißt, die Messpunkte müssen in der Windrichtung liegen) durchzuführen.

Um aussagekräftige und gerichtsfeste Ergebnisse aus den Immissionsmessungen zu erzielen, sind laut Landkreis norm- und richtlinienkonforme Messungen unerlässlich. Aus diesem Grund seien bei den Messorten bestimmte Windrichtungen notwendig. Die Messungen würden deshalb sehr wahrscheinlich zu verschiedenen Zeitpunkten erfolgen. Drehende Winde seien in den hiesigen Gebieten sehr seltene Wetterphänomene.

An manchen Immissionsorten in Bäntorf und Hohnsen könne eine belastbare und damit rechtsgültige Messung aufgrund der örtlichen Verhältnisse nicht durchgeführt werden, erläutert die Pressestelle des Landkreises. Daher werde dort ein Gutachter zum Zeitpunkt der Messung an anderen Orten eine Beurteilung aufgrund des subjektiven Höreindrucks durchführen.

„Die Betreiber des Windparks haben dem Messplan zugestimmt und sind damit dem Bürgerwunsch nachgekommen“, betont Karl Holweg vom Umweltamt des Landkreises Hameln-Pyrmont, wo auch der überarbeitete Messplan eingesehen werden kann. Die Beurteilung der Vermessungsergebnisse erfolgt nach der TA Lärm. Die ermittelten Immissionen stellen die akustische Belastung an den Immissionsorten im bestimmungsgemäßen Betrieb der Windenergieanlagen (WEA) dar. Ausgehend von den WEA geht die TA Lärm von einem zu vermessenden Windgeschwindigkeitsbereich von 6 m/s bis 10 m/s aus. Der Messtermin wird laut Landkreis in Abhängigkeit von der Witterung, der Vegetation sowie der technischen Verfügbarkeit der WEA in Abstimmung mit den Betreibern der WEA durchgeführt.

Die aktuell verfügbaren Wetterprognosen würden eine erste Abschätzung des voraussichtlichen Termins für die Vermessung maximal sieben Tage im Voraus erlauben. Aufgrund der rechtlichen Vorgaben sei der Zeitpunkt der Messung nur kurzfristig vorherzusagen. Über die Messergebnisse würden die Bürger informiert.

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