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Heute öffentlicher Erörterungstermin um 10 Uhr in der Mehrzweckhalle Brünnighausen

Es geht um zehn neue Windräder

Brünnighausen. Die Anträge liegen vor, das Genehmigungsverfahren läuft: Wie berichtet, will die Firma Ebert Consulting Entwicklungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH aus Cremlingen, in der Gemeinde Coppenbrügge insgesamt zehn neue Windenergieanlagen errichten. Die Windräder des Typs Nordex N117/2400 hätten eine Nabenhöhe von 140,60 Metern bei einer Gesamthöhe von 199 Metern.

veröffentlicht am 08.01.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:04 Uhr

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Matthias Aschmann

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Matthias Aschmann Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Betroffen wären im Falle einer Genehmigung zahlreiche Gemarkungen rund um Brünnighausen, darunter in Coppenbrügge, in Bessingen, in Hohnsen, in Behrensen und in Herkensen. Nach Angaben des Landkreises Hameln-Pyrmont als zuständiger Genehmigungsbehörde gab es eine Umweltverträglichkeitsprüfung, die Antragsunterlagen lagen sowohl im Umweltamt des Landkreises als auch im Coppenbrügger Rathaus in der Zeit vom 6. November bis zum 8. Dezember zur Einsicht aus. Laut Reinhard Bartsch, er ist der zuständige Sachbearbeiter beim Landkreis für derartige Genehmigungsverfahren, war dies bereits die zweite öffentliche Auslegung, weil der Zeitraum vom 16. Juni bis zum 11. Juli nicht ausreichend gewesen sei. Die öffentliche Auslegung dient dazu, Bürgern die Möglichkeit zu geben, schriftlich Einwendungen gegen das Vorhaben zu erheben – und davon ist offenbar intensiv Gebrauch gemacht worden. Unter anderem haben mehrere Mitglieder der Bürgerinitiative „Gegenwind Süntel Ith“ Einwendungen geltend gemacht.

Diese und weitere Einwendungen sollen nun heute im Rahmen eines öffentlichen Termins erörtert werden. Ab 10 Uhr wird Reinhard Bartsch in der Mehrzweckhalle Brünnighausen als Verhandlungsleiter durch die Sitzung führen. Rederecht, betont der Verwaltungsmann, hätten allerdings nur die Einwender, Zuhörer und Sympathisanten der Einwender seien willkommen, dürften sich aber nicht zu Wort melden. So sei die Gesetzeslage. Laut Bartsch dient der Erörterungstermin dazu, die Einwendungen zu erörtern, soweit sie für die Prüfung der Genehmigung von Bedeutung sein können. Grundvoraussetzung laut Bundesverordnung: Die Einwendungen müssen im Rahmen der vorgegebenen Frist eingereicht worden sein. Nach Ablauf der Frist sind keine Einwendungen mehr möglich – auch nicht über einen späteren Klageweg. Davon ausgenommen sind einzig besondere privatrechtliche Bereiche. Die Bürgerinitiative „Gegenwind Süntel Ith“ hat auf ihrer Facebook-Seite auf den Erörterungstermin hingewiesen, zudem Unterstützer dazu aufgerufen, an der Veranstaltung als Zuhörer teilzunehmen. Angesichts der zahlreichen bestehenden Windenergieanlagen und weiterer, die derzeit im Ruhbrink und im Windpark Hohnsen hochgezogen werden beziehungsweise wurden, ist die Akzeptanz in der Bevölkerung der betroffenen Ortschaften eher gering. So hoch wie die nun beantragten Windräder ist bislang keine einzige Anlage. Im Ruhbrink (Betreiber ist die Firma Windfeder und Windmaus GmbH & Co. KG aus Lemgo) ragen die Windräder 179 Meter in die Höhe, im Windpark Hohnsen („Kastanien-Nord“) ragen die Anlagen der Firma Windwärts (MVV Energie AG, Mannheim) 186 Meter in den Himmel.

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