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Neuer Großtransformator im Umspannwerk nimmt zunehmende Einspeisung von Windkraft ins Netz auf

Ein 105-Tonnen-Kraftpaket

COPPENBRÜGGE. Ein 105 Tonnen schwerer Großtransformator ist jetzt im Umspannwerk Coppenbrügge des Netzbetreibers Westfalen Weser Netz angeliefert und aufgestellt worden. „Der zusätzliche Trafo ist notwendig, um die zunehmende Einspeisung von Windkraft ins Netz aufnehmen und weiter transportieren zu können.

veröffentlicht am 18.05.2016 um 14:38 Uhr
aktualisiert am 17.06.2016 um 12:44 Uhr

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Er transformiert die Spannung von 110 000 Volt (110 KV) Hochspannung auf 30 000 Volt (30 KV) Mittelspannung“, erläutert Frank Rathert, Projektleiter bei Westfalen Weser Netz. Die Modernisierung des Umspannwerks Coppenbrügge kostet rund 1,5 Mio. Euro.

Um den Hochspannungstransformator an das Übertragungsnetz anschließen zu können, wird sowohl im Umspannwerk Coppenbrügge wie im Umspannwerk Afferde jeweils ein zusätzliches 110-kV-Feld angelegt. Das heißt, es werden Fundamente gelegt und die technischen Anschlussvorrichtungen aufgestellt. Zur weiteren Erhöhung der Versorgungssicherheit im Raum Hameln-Pyrmont wird auch eine so genannte Erdschlusskompensationsspule installiert. Sie kann, wenn eine Mittelspannungsleitung an die Erde geraten sollte und es zu einem so genannten Erdschluss kommt, die Fehlerspannung reduzieren. Diese auch E-Spule genannte Einheit wird in Freileitungsnetzen bis zu 110 kV eingesetzt. Zusätzlich wurde in Coppenbrügge die 30-kV-Schaltanlage erweitert und das Gebäude unter energetischen Gesichtspunkten saniert. Anfang Oktober soll der neue Trafo in Betrieb genommen werden. Durch die Arbeiten ist die Stromversorgung im Raum Hameln-Pyrmont nicht beeinträchtigt.

Das Umspannwerk Coppenbrügge ist eines der acht Umspannwerke im Landkreis Hameln-Pyrmont. Insgesamt unterhält Westfalen Weser Netz über 100 Umspannwerke in seinem 6400 Quadratkilometer großen Netzgebiet. Überwacht und gesteuert werden sie von der zentralen Leitstelle des rein kommunalen Unternehmens in Bad Oeynhausen – wie das gesamte Stromnetz mit einer Länge von rund 30 000 Kilometern, das Erdgasnetz von circa 4000 Kilometer und das Wasserleitungssystem mit 2000 Kilometern. Der Energienetzbetreiber verbessert durch zielgerichtete Investitionen in die Erneuerung, die analytische Instandhaltung und den Ausbau der Netze die nachweislich schon sehr hohe Versorgungssicherheit auf allen Netzebenen.

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  • Der Trafo ist angekommen, jetzt geht die Arbeit im Umspannwerk Coppenbrügge von Westfalen Weser Netz weiter. Frank Rathert (links) hat die Erweiterung des Umspannwerks geplant und koordiniert jetzt die Arbeiten vor Ort (rechts ein Mitarbeiter der Transportfirma). Fotos: pr

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