weather-image
Bau im Gebiet Kastanie Süd hat begonnen

Das erste Windrad steht

Coppenbrügge. Mittlerweile ist es nicht mehr zu übersehen und der weiß-rote Mast lässt schon aus weiter Entfernung erkennen: Im Gebiet Kastanie Süd hat der Aufbau der ersten von insgesamt acht umstrittenen Windkraftanlagen begonnen. Nachdem lange Zeit nur die unteren bodennahen Betonsegmente zu sehen waren, wird nun mit dem Höhenbau begonnen, die einzelnen unteren Halbschalensegmente werden aufeinandergesetzt. Die Anlage, die vom Betreiber Landwind als „Stahlbeton-Hybridturm“ bezeichnet wird, wird einmal eine stolze Höhe von über 140 Metern erreichen.

veröffentlicht am 25.06.2015 um 16:33 Uhr
aktualisiert am 15.12.2015 um 18:07 Uhr

Im Vorranggebiet Kastanie Süd hat der Bau der Windkraftanlagen begonnen. In den kommenden Wochen werden hier acht Anlagen des Unternehmens Landwind entstehen. Dana

Autor:

Svenja-A. Moeller
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Coppenbrügge. Mittlerweile ist es nicht mehr zu übersehen und der weiß-rote Mast lässt schon aus weiter Entfernung erkennen: Im Gebiet Kastanie Süd hat der Aufbau der ersten von insgesamt acht umstrittenen Windkraftanlagen begonnen. Nachdem lange Zeit nur die unteren bodennahen Betonsegmente zu sehen waren, wird nun mit dem Höhenbau begonnen, die einzelnen unteren Halbschalensegmente werden aufeinandergesetzt. Die Anlage, die vom Betreiber Landwind als „Stahlbeton-Hybridturm“ bezeichnet wird, wird einmal eine stolze Höhe von über 140 Metern erreichen.
Eigentlich hatte Landwind im Vorranggebiet Kastanie Süd insgesamt zehn Anlagen geplant. Erst wurde in diesem Gebiet jedoch eine angebliche Brutstätte des Roten Milan entdeckt, dann meldete die Bundeswehr wegen einer Tiefflugstrecke Bedenken an. Auch aus Politik und Bevölkerung erhoben sich zahlreiche Gegenstimmen und besonders um die Ausweisung der Vorranggebiete entbrannte eine heftige Diskussion, die die Gemeinde letztendlich verlor. Im Januar 2015 schließlich wurden acht Anlagen vom Landkreis genehmigt. Zwei Windräder jedoch lehnte der Landkreis wegen der Bedenken der Bundeswehr ab – mit Erfolg. Sie sind und werden vorerst nicht errichtet. Doch wie geht Landwind mit dieser Ablehnung um? „Viel können wir dazu noch nicht sagen. Wir befinden uns derzeit noch in der Prüfung, ob wir eventuell Widerspruch einlegen oder nicht“, erklärt Stefanie Mertz von Landwind. „Wir wägen ab, ob ein Widerspruch sinnvoll ist oder nicht.“ Dass ein möglicher Widerspruch im Raum steht, lehnt Mertz nicht ab. Mehr könne sie zum aktuellen Stand rund um die derzeit auf Eis liegenden Anlagen aber nicht sagen. Sicher ist sich Mertz jedoch dabei, dass von Landwind keine weiteren Anlagen bei Coppenbrügge geplant sind. „Von unserer Seite aus ist dort nichts Weiteres geplant. Bei Kastanie Süd passt ja auch nicht mehr hin, das Gebiet ist voll“, sagt Mertz. Ob das Unternehmen andere Gebiete im Landkreis sicher ins Auge gefasst hat, lässt Mertz vorerst in der Schwebe: „Die Gebiete, die bei Flegessen und Co. im Gespräch sind, sind noch völlig offen. Das steht alles erst am Anfang“, versichert Mertz. Sicher ist also: Acht Anlagen befinden sich derzeit im Bau, zwei weiterhin in der Schwebe und weitere Anlagen – wenn auch nicht bei Coppenbrügge – werden nicht vollkommen ausgeschlossen.
Die nicht weniger umstrittenen Anlagen, die im anderen Bereich – in Kastanie Nord – seit Herbst errichtet wurden, sind mittlerweile alle in Betrieb. Das teilt der Investor Windwärts Energie mit. „Die sieben Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 21,35 Megawatt erzeugen nun jährlich zirka 43 Millionen Kilowattstunden umwelt- und klimafreundlichen Windstrom“, so eine Mitteilung des Unternehmens. Dies entspreche dem Jahresstrombedarf von fast 14 000 Privathaushalten. Zum Vergleich: der Flecken Coppenbrügge hat mit seinen zwölf Ortsteilen etwa 8000 Einwohner. Die Anlagen von Windwärts erreichen eine Höhe von 185 Metern.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare