weather-image
10°
Grüne Ausgleichsflächen entstehen in Herkensen und Brünnighausen

Bäume für Windräder

Brünnighausen. Wer Windräder oder Straßen baut, muss auch Bäume pflanzen. Oder anderweitig für Wahrung und Schutz zunehmend versiegelter Natur sorgen. Zum Beispiel durch Ersatzgeldzahlung für Naturschutz und Landschaftspflege gemäß Bundesnaturschutzgesetz. Denn „diese Regelungen tragen zur Wahrung (...) des Landschaftsbildes bei“, sagte im Jahr 2013 der damalige Bundesumweltminister Peter Altmaier. Ob er damit recht behalten soll, bleibt für die Mehrheit der Bürger zweifelhaft.

veröffentlicht am 19.10.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2015 um 12:49 Uhr

270_008_7784272_lkcs103_1910.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Dennoch, seit April arbeitet der Arbeitskreis „Orts- und Feldflurbegrünung“ mit Vertretern aller Ortsteile an einem Maßnahmepaket zur Verwendung der Ersatzgelder. Jetzt präsentierte Bauamtsleiter Jürgen Krückeberg dem Ortsrat Brünnighausen erste Projekte. Im Herbst und Frühjahr werden zur Kompensation von 21 Windrädern Bäume gepflanzt werden. Die Kompensationsgelder der Investoren werden in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde, dem Architekten Andreas Bergmann aus Hohnsen und dem Arbeitskreis „Orts- und Feldflurbegrünung“ in nun zunächst drei Pflanzungen im Bereich Herkensen investiert. Eine Baumreihe wird auf kommunalem Grundbesitz am Regenrückhaltebecken gesetzt, eine weitere ist auf der Westseite des Ortsteiles geplant, wo der Landkauf mit Landwirten noch verhandelt werden muss. Die dritte Maßnahme ist die Pflanzung einer Baumreihe am Verbindungsweg zwischen Herkenser Dorfgemeinschaftshaus und Bäntorf.

Weitere Bäume wird es auch für den Straßenbau in Brünnighausen geben. „Das Baugebiet Kleine Breite ist in diesem Jahr asphaltiert worden, Gehweg, Bordstein und Gosse sind gesetzt“, informiert Krückeberg. Damit habe der private Investor den Endausbau abgeschlossen. Wie im Erschließungsvertrag mit dem Flecken vereinbart, würden nun auf Investorenkosten in Absprache mit betroffenen Landwirten mindestens 35 Obstbäume als Ausgleichsmaßnahme für die versiegelten Flächen gepflanzt werden. Vorgesehen sind zwei Straßenbäume als Baumtor an der Einmündung gegenüber dem Friedhof sowie als Ergänzung vier Apfelhochstämme bis zur Bushaltestelle.

Darüber hinaus ist noch in diesem Herbst an der parallel verlaufenden Meierbreite auf einer Straßenlänge von 40 Metern die Pflanzung von 16 bis 18 Apfelbäumen geplant. „Damit schaffen wir eine weitere, das Brünnighäuser Ortsbild prägende Alleezufahrt auch an diesem Ortseingang.“ist

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare