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Warum Wind für Windräder nicht immer gut ist

Am Boden

Coppenbrügge.Windräder brauchen Wind, klar - doch beim Aufbau der Windenergieanlagen ist Wind eher hinderlich. Das ist aktuell im Windpark Kastanien Süd zu beobachten. Der mächtige Kran zum Aufbau der Anlagen liegt vor der Anlage 3 am Boden. Er kann erst aufgestellt werden, wenn der Luftstrom nachlässt.

veröffentlicht am 12.11.2015 um 17:48 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:00 Uhr

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Matthias Aschmann

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Matthias Aschmann Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Coppenbrügge. Überraschend ist es nicht. Im Herbst, das weiß man, weht es meistens etwas mehr und manchmal auch kräftiger als zu anderen Jahreszeiten. Betreiber von Windenergieanlage müssten sich folgerichtig über so viel zusätzliche Luftbewegung freuen – es sei denn, die Anlage ist noch gar nicht in Betrieb und muss erst aufgebaut werden. Die Landwind-Gruppe hat derzeit im Windpark Kastanien Süd mit etwas zu viel Wind zu kämpfen.

Aktuell wird gerade die Anlage 3 hochgezogen. Der Betonturm steht bereits, es fehlen noch die beiden Stahlsegmente, die Gondel, der Triebstrang und die Rotorblätter. Ein mächtiger Kran wuchtet die Teile üblicherweise in die Höhe – doch der liegt momentan selbst am Boden. „Um den Kran gefahrlos aufbauen zu können, benötigen wir deutlich weniger Wind“, erklärt Pressesprecherin Stefanie Mertz. Und auch im Einsatz, wenn beispielsweise die Rotorblätter hochgezogen würden, dürfe es nicht stärker als vier bis fünf Meter pro Sekunde wehen. „Sicherheit geht vor“, betont die Pressesprecherin.

Dennoch bewege man sich noch voll im avisierten Zeitplan. Sobald die Anlage 3 fertiggestellt worden sei, werde der Kran abgebaut und an der Anlage 5 wieder aufgebaut. Vier bis fünf Tage nimmt dies laut Mertz in Anspruch. Die Kreisstraße 8 ist für den Aufbau des Krans bereits seit gestern voll gesperrt worden, weil man angesichts der Dimensionen des Auslegers zum Aufbau den Straßenbereich mit in Anspruch nehmen müsse. Bis zum 13. Dezember sei die Sperrung vom Landkreis Hameln-Pyrmont genehmigt worden. Ziel sei es aber, den Zeitraum nicht ausreizen zu müssen, die Strecke schon vorzeitig wieder freizugeben. Nabe, Gondel, Triebstrang und Stahlsegmente stünden für die Anlage 5 bereit, in der Nacht zum Dienstag, 17. November, werden nach Angaben der Pressesprecherin dann auch die Rotorblätter per Schwerlasttransport angeliefert. Es wird nicht der letzte Schwerlasttransport sein: In der Nacht zum 18. November werden Gondel, Nabe und Triebstrang für die Anlage 6 angeliefert, in der darauf folgenden Nacht die Stahltürme und in der Nacht zum 1. Dezember die Rotorblätter. Der letzte Schwerlasttransport ist in der Nacht zum 15. Dezember geplant.

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Durchfahrt verboten: Die Kreisstraße 8 ist voll gesperrt. Die Maßnahme ist laut Landwind erforderlich, um den Kran für die Anlage 5 aufbauen zu können.

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