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Stadt verhandelt mit einem Investor

Bekommt Hameln nun doch eine Strandbar?

Hameln (wer). Zu neuen Ufern aufbrechen wollte die Dewezet vor einem Jahr mit der Serie „Vision Weserufer“. Die Stadt aus dem Dornröschenschlaf zu wecken und Anstöße zu geben, mehr aus der Lage am Fluss zu machen, war das erklärte Ziel. Einen Sommer später stellt sich die Frage: Was hat sich getan? Dem Augenschein nach gar nichts, sieht man von einer sanierten Kaimauer ab. Aber zum Glück: Der Eindruck täuscht.

veröffentlicht am 29.07.2015 um 10:46 Uhr
aktualisiert am 16.03.2016 um 11:02 Uhr

Unterhalb des Stockhofes, wo Treppen steil hinab zum Ufer führen

Hameln (wer). Zu neuen Ufern aufbrechen wollte die Dewezet vor einem Jahr mit der Serie „Vision Weserufer“. Die Stadt aus dem Dornröschenschlaf zu wecken und Anstöße zu geben, mehr aus der Lage am Fluss zu machen, war das erklärte Ziel. Einen Sommer später stellt sich die Frage: Was hat sich getan? Dem Augenschein nach gar nichts, sieht man von einer sanierten Kaimauer ab. Aber zum Glück: Der Eindruck täuscht.
Es bewegt sich etwas am Weserufer. Hinter den Kulissen laufen Gespräche mit mehreren möglichen Investoren, nur spruchreif ist davon noch nichts. Eines der Projekte aber ist zum Greifen nah: Hameln soll endlich eine Strandbar erhalten. Unterhalb des Stockhofes, wo Treppen steil hinab zum Ufer führen und wucherndes Grün den Zugang versperrt, haben zwei Gastronomen aus Rinteln den idealen Standort ausgemacht.
Angefangen hat diese Geschichte im vorigen Jahr. 2014 eröffneten Heinrich Cronjäger und Arif Sanal mit der Bodega Franchise GmbH eine Standbar an der Weser in Rinteln, den Bodega Beach Club. In den Weserufer-Visionen stellte die Dewezet die neue Beach Bar aus der Nachbarstadt vor – als gelungenes Beispiel, wie man die Weser erlebbar machen kann. In dem Beitrag erklärte Arif Sanal eher beiläufig, dass man sich eine ähnliche Bar auch in Hameln vorstellen könne. Vorausgesetzt, man finde einen geeigneten Standort.


Eine Oberbürgermeisterwahl später klingelte bei Sanal das Telefon. Stadtsprecher Thomas Wahmes erkundigte sich, ob das Interesse fortbestehe. Wenig später machten sich Wahmes, Oberbürgermeister Claudio Griese und Stadtmanager Dennis Andres auf den Weg nach Rinteln und besuchten die Beach Bar. Das Projekt nahm Fahrt auf.
„Es hat ein erstes Sondierungsgespräch gegeben“, bestätigt Wahmes vorsichtig. Die Stadt möchte noch keine Details aus diesem Gespräch verraten, nur soviel: „Wir sehen das Vorhaben positiv.“ Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, es gäbe noch Abstimmungsbedarf im Rathaus. Für September sei ein zweiter Gesprächstermin mit den Gastronomen angesetzt.
Auch Andres war von dem Besuch in Rinteln angetan: „Das ist gut gemacht dort, die Bar wird gut angenommen.“ Wenn das Konzept stimme und insgesamt etwas „wertiger“ daherkomme als in Rinteln, kann sich der HMT-Geschäftsführer eine Beach-Bar auch an der Hamelner Weserpromenade vorstellen: „Warum denn nicht?“
Eine Entscheidung habe auch die Bodega Franchise GmbH noch nicht getroffen, sagt Arif Sanal. Aber grundsätzlich gilt: Man habe Interesse an einem Projekt in Hameln. Im Bereich des Stockhofs, am Ufer zwischen Schiffsanleger und Hotel Stadt Hameln, könne man sich eine Strandbar „super vorstellen“, sagt Sanal, das Gelände sei ein „Top-Standort“.


In Rinteln hat sich der Beach Club schnell etabliert. Palmen und Paletten, Sand und Liegestühle – das Konzept ist so einfach wie erfolgreich. Saison ist von Frühjahr bis Herbst. Bei schlechtem Wetter ist die Bar auch mal geschlossen, doch bei Sonnenschein zählt sie zu den beliebtesten Treffpunkten der Stadt. Wer auf der Facebook-Seite des Beach Clubs stöbert, erfährt schnell, warum dies so ist: Die Fotos vermitteln Urlaubsgefühl, eine Mischung aus Chill-out-Party und Mallorca. Der Besuch in der Bar sei wie ein „Kurzurlaub“ vor der eigenen Haustür, sagt Sanal.
Auch wenn das Projekt in Hameln noch längst nicht in trockenen Tüchern ist – so konkret wie jetzt war es noch nie. Nach dem ersten Versuch am Stockhof, der Beach-Bar zur Fußball-WM 2010, geriet das Thema eher in Vergessenheit. Inzwischen wird es auf den Fluren des Rathauses sogar als mögliche „Initialzündung“ gehandelt, um weitere Projekte am Weserufer anzuschieben.

So schön ist die Beachbar in Rinteln. Das könnte es in Hameln au
  • So schön ist die Beachbar in Rinteln. Das könnte es in Hameln auch bald geben. Foto: Bodega Beach/pr
So schön ist die Beachbar in Rinteln. Das könnte es in Hameln au
  • So schön ist die Beachbar in Rinteln. Das könnte es in Hameln auch bald geben. Foto: Bodega Beach/pr
So schön ist die Beachbar in Rinteln. Das könnte es in Hameln au
  • So schön ist die Beachbar in Rinteln. Das könnte es in Hameln auch bald geben. Foto: Bodega Beach/pr
So schön ist die Beachbar in Rinteln. Das könnte es in Hameln au
  • So schön ist die Beachbar in Rinteln. Das könnte es in Hameln auch bald geben. Foto: Bodega Beach/pr
Unterhalb des Stockhofes, wo Treppen steil hinab zum Ufer führen
  • Unterhalb des Stockhofes, wo Treppen steil hinab zum Ufer führen, haben zwei Gastronomen aus Rinteln den idealen Standort für eine Strandbar ausgemacht. Foto: Dana
So schön ist die Beachbar in Rinteln. Das könnte es in Hameln au
So schön ist die Beachbar in Rinteln. Das könnte es in Hameln au
So schön ist die Beachbar in Rinteln. Das könnte es in Hameln au
So schön ist die Beachbar in Rinteln. Das könnte es in Hameln au
Unterhalb des Stockhofes, wo Treppen steil hinab zum Ufer führen

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