weather-image
Veranstalter, Sicherheitskräfte und Stadtverwaltung ziehen sehr positive Bilanz des VW-Veteranentreffens

VW-Treffen: „Ein rundum gelungenes Event“

HESSISCH OLDENDORF. Das VW-Veteranentreffen ist vorbei. Vereinzelt sind noch ein paar Käfer und Bullis in der Stadt zu sehen, doch der Großteil der Besucher ist bereits abgereist – um 2021 wiederzukommen. Zeit für einen Rückblick. Wie haben Veranstalter, Sicherheitskräfte und die Stadt das Treffen erlebt?

veröffentlicht am 26.06.2017 um 17:07 Uhr

Der Beginn der großen Ausfahrt am Samstag: Trotz knapp 400 teilnehmenden Fahrzeugen und Zehntausenden Besuchern in der Stadt kam es zu keinerlei Unfällen. Foto: dana
Johanna Lindermann

Autor

Johanna Lindermann Volontärin zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Wir sind sehr zufrieden“, fasst Christian Grundmann, einer der Organisatoren des Veteranentreffens, das Wochenende zusammen. „Es war eine super Stimmung in der ganzen Stadt, an den Abenden gab es zwei schöne Feiern und es ist so gut wie nichts passiert – das war klasse, bei so vielen Menschen.“

Das bestätigt auch Sascha Mehn aus dem Organisationsteam. „Es war ein sehr, sehr großer Erfolg.“ Dies sei zum einen den Besuchern aus aller Welt – angemeldet waren Teilnehmer aus über 30 Ländern –, zum anderen jedoch auch den Hessisch Oldendorfern selbst zu verdanken. „Die Einwohner waren extrem kompatibel und haben das Fest und die internationalen Gäste sehr gut angenommen.“ Viele Leuten hätten auch die Besucher bei der Ankunft oder der Ausfahrt am Samstag mit Applaus und Fahnen an der Einfahrt zur Stadt begrüßt. „Das Thema wurde gelebt und geliebt“, sagt Mehn und fügt hinzu: „Ich glaube, es war für alle etwas Besonderes.“

Auch Bürgermeister Harald Krüger zeigt sich vom VW-Wochenende begeistert. „Es war ein rundum gelungenes Event.“ Vonseiten der Aussteller, Geschäftsleute und Hilfskräfte habe er nur Positives über die Veranstaltung gehört. Auch sei das Treffen noch detailreicher gewesen als im Jahr 2013 – so sei etwa auch noch am Sonntag mehr in der Innenstadt los gewesen als beim letzten Treffen. „Bisher dachte man bei jedem Treffen, dass es schöner, größer und besser nicht mehr geht – und doch wird es jedes Mal wieder getoppt“, sagt Krüger. Darin spiegele sich auch die Nachhaltigkeit der Veranstaltung wieder, denn viele der Teilnehmer kämen bereits seit Jahren regelmäßig nach Hessisch Oldendorf. „Das ist einzigartig. Die Stadt kann sehr stolz sein“, lobt Krüger.

Mit Stecknadeln konnten die Besucher anzeigen, woher sie kommen. Stephen Pang (re.) markiert sein Heimatland Malaysia. Foto: rer
  • Mit Stecknadeln konnten die Besucher anzeigen, woher sie kommen. Stephen Pang (re.) markiert sein Heimatland Malaysia. Foto: rer

„Das Treffen war absolut ruhig und friedlich“, sagt auch Wolfgang Römer, Leiter der Polizeistation Hessisch Oldendorf. Probleme in der Stadt habe es so gut wie gar keine gegeben. Erstaunlich bei so vielen Menschen – etwa 45 000 Besucher, noch ein wenig mehr als beim letzten Treffen im Jahr 2013, kamen laut Schätzungen der Polizei am Wochenende nach Hessisch Oldendorf. Das gute Gelingen der Veranstaltung schreibt Römer der „perfekten Vorbereitung“ durch das Organisationsteam sowie der „sehr guten Zusammenarbeit mit der Verwaltung und der Feuerwehr“ zu. Lediglich zu einige Verkehrsengpässe sei es gekommen, unter anderem im Bereich Großenwieden, wo am Samstagmittag viele Menschen die Ausfahrt der 400 Oldtimer und die Ankunft der Schwimmwagen verfolgten.

Doch nicht nur für Hessisch Oldendorf, wo an diesem Wochenende alle Hotels bereits Jahre im Voraus ausgebucht waren, sondern auch in den angrenzenden Städten Hameln und Rinteln machte sich der Besucheransturm bemerkbar. Die Unterkünfte in Rinteln seien restlos ausgebucht gewesen, heißt es vom Touristikzentrum Westliches Weserbergland. Viele Oldtimer waren auch hier in der Stadt zu sehen. Ähnlich in Hameln, wo die Hotels ebenfalls ausgelastet waren – „den ein oder anderen VW konnte man auf den Parkplätzen sehen“, heißt es von der Hameln Marketing und Tourismus GmbH (HMT). Auch anhand der VW-T-Shirts, die viele Gäste in der Hamelner Innenstadt trugen, habe man gesehen, dass viele Besucher des Veteranentreffens die Gelegenheit nutzten, um sich auch Hameln anzusehen.

Ob in den nächsten Jahren etwas anders gemacht wird als 2017? Aufgrund der sehr positiven Bilanz des Festes gebe es kaum etwas zu verbessern, sagt Grundmann. „Eventuell können wir noch an den Parkplätzen und einem Leitsystem arbeiten.“ Doch das ist noch Zukunftsmusik. Aber „nach dem Fest und vor dem Fest“, sagt Mehn, und so wird sich das Organisationsteam bereits in knapp zwei Jahren wieder zusammensetzen – um dann „HO21“ zu planen.

Mein Standpunkt
Johanna Lindermann
Von Johanna Lindermann

Es ist bewundernswert, was ein Team von Ehrenamtlichen hier alle vier Jahre in Eigenleistung auf die Beine stellt: Ein gelungenes Event für die Stadt und eine hervorragende Gelegenheit für Hessisch Oldendorf, sich in der Welt zu präsentieren. Beigetragen hat dazu sicherlich auch die Toleranz der Einwohner und Unternehmen, die am Wochenende mit Einschränkungen leben mussten. Hilfreich wären vielleicht tatsächlich noch Parkeinweiser in Hessisch Oldendorf und Großenwieden, um den Besucheransturm gleichmäßig in der Stadt zu verteilen.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare