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VW-Fotograf bringt eigene Oldtimer mit

Früher Organisator – jetzt Besucher

HESSISCH OLDENDORF/BIELEFELD. „Die Faszination des Treffens liegt für mich in dem Teamgeist des Organisationsteams und in der Internationalität der Teilnehmer“, sagt Axel Struwe. Bei den vergangenen VW-Treffen gehörte der Sammler und Restaurator alter Volkswagen noch selbst mit zum Veranstaltungsteam – in diesem Jahr ist der Bielefelder erstmals wieder als Besucher beim Veteranentreffen.

veröffentlicht am 22.06.2017 um 15:38 Uhr

Seine eigenen Oldtimer, etwa den Campingbus aus dem Jahr 1960, setzt Struwe gekonnt in Szene. Foto: pr/Axel Struwe
Johanna Lindermann

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Johanna Lindermann Volontärin zur Autorenseite
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Im Jahr 2001 kam Struwe zum ersten Mal zum Treffen in Hessisch Oldendorf. Bei den drei darauf folgenden Treffen – 2005, 2009 und 2013 – gehörte er fest mit zum Organisationsteam. „Ich habe mich um das äußere Erscheinungsbild und um die Dekoration in der Stadthalle gekümmert“, erklärt er. In diesem Jahr kommt er als Besucher wieder – mit dabei: Einen VW Campingbus Baujahr 1960 und einen Brezelkäfer – also einen Käfer mit einer geteilten Heckscheibe – aus dem Jahr 1950.

Auf das Wochenende freut er sich schon, da es wie immer eine „unglaubliche Anzahl an sehr seltenen Fahrzeugen“ zu bewundern gäbe. „Genauso selten sind auch deren Besitzer. Viele Teilnehmer bringen nicht nur ihre Autos mit nach Hessisch Oldendorf, sondern auch viele interessante Geschichte um ihre Wagen und ihre Heimatländer.“

Dabei werde die Qualität der Fahrzeuge und der Restaurierungen von Treffen zu Treffen beeindruckender, sagt Struwe – und meint auch, den Grund dafür zu kennen: „Die Familie Grundmann zählt für mich zu den qualifiziertesten Sammlern in der VW-Szene weltweit.“ Ihre „selbstlose Art“ und die Hilfe, die die Grundmanns allen Teilnehmern anbieten würden, seien in der Oldtimer-Szene nicht selbstverständlich – und davon profitiere am Ende natürlich auch die Stadt Hessisch Oldendorf.

Gemeinsam mit Christian Grundmann und dem Motorjournalisten Clauspeter Becker veröffentliche Struwe 2011 einen Bildband über den ältesten zugelassenen Käfer der Welt, der der Familie Grundmann gehört. Bei der Verleihung des ADAC-Motorwelt Autobuch-Preises wurde das Buch mit dem ersten Preis in der Kategorie „Marke“ ausgezeichnet.

Woher seine Leidenschaft für alte VW stammt? Die sei schon zu Schulzeiten entstanden, antwortet Struwe, „zu einer Zeit, als vom Internet noch keine Rede war und man bei vielen Problemen, die das Hobby mit sich bringt, zu wahrer Detektivarbeit gezwungen war“ – beispielsweise beim Aufspüren von Ersatzteilen, die heutzutage einfach im Netz zu finden seien. Seinen ersten Käfer kaufte sich Struwe übrigens bereits 1987 – zwei Jahre, bevor er überhaupt einen Führerschein hatte. Bis dahin habe er den Käfer verschönert, bevor dann „die spannende Zeit nach der Führerscheinprüfung“ kam. Und „diese Zeit hält bis heute an. Fahrzeuge kommen und gehen, aber die Leidenschaft bleibt.“

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